WM 2006 in Deutschland

Die WM 2006 war die zweite Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland (nach 1974). Bei schönem Wetter feierten Millionen Menschen aus aller Welt ein Fußballfest, das auch als Sommermärchen bekannt wurde. Die deutsche Elf erreichte überraschenderweise den dritten Platz. Den Titel sicherte sich zum vierten Mal Italien (nach 1934, 1938 sowie 1982).

Allgemeines zur WM 2006

WM 2006 Statistik

AustragungsortDeutschland
WeltmeisterItalien
Teilnehmer32
Partien64
Tore147
Tore (Ø)2,3
TorschützenkönigMiroslav Klose (Deutschland)
5 Tore
Gelbe Karten326
Gelbe Karten (Ø)5,09
Gelb-Rote Karten19
Gelb-Rote Karten (Ø)0,3
Rote Karten9
Rote Karten (Ø)0,14
Zuschauer3.353.655
Zuschauer (Ø)52.401

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Zusammenfassung WM 2006

„Die Welt zu Gast bei Freunden“ – selten traf ein Motto so exakt den Geist einer Fußball-Weltmeisterschaft wie im Jahr 2006. Im Vorfeld hatte es noch zahlreiche Bedenken und Diskussionen bezüglich der Sicherheit, um die Ticketvergabe, über die Biersorten oder das Maskottchen gegeben. Nach dem 4:2-Auftakterfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen Costa Rica wandelte sich die Stimmung jedoch blitzartig.

Ein Land in schwarz-rot-gold

Auf einmal gab es vielerorts kein Halten mehr und das ganze Land versank fortan in schwarz-rot-goldenen Fahnen, Wimpeln sowie in anderen, eilig produzierten Artikeln mit Deutschlandmotiv. Die Fußballpatriotismus-Euphorie blieb aber nicht bloß auf die eigene Mannschaft beschränkt. Im Gegenteil: Während des allerortens üppigen Rahmenprogramms mit farbenfroh gestalteten Public-Viewing-Festen kam es zu friedlichen Verbrüderungen zwischen Fans aus aller Welt.

Italien gewinnt vierten WM-Titel mit Catenaccio

Sportlich betrachtet, war die WM allerdings alles andere als ein Leckerbissen. Mit 2,3 Treffern pro Partie war die Endrunde eines der torärmsten Turniere in der WM-Geschichte. Das Spiel der Mannschaften war vor allem durch die Defensiven geprägt. Weltmeister wurde das Team aus Italien, das im gesamten Turnier lediglich zwei Gegentore zuließ. Bezeichnenderweise sicherte sich die Squadra Azzurra ihren vierten WM-Titel (nach 1934, 1938 und 1982) im Elfmeterschießen. Das Endspiel gegen Frankreich (5:3 i. E., 1:1 n. V., 1:1) blieb allenfalls wegen der Unsportlichkeit Zinédine Zidanes in Erinnerung. Zizou hatte seinen Gegenspieler Marco Materazzi brutal mit einem Kopfstoß niedergestreckt.

Fan-Feste trotz schwacher Spiele

Die von Taktik dominierten Partien taten der allgemeinen Stimmung auf den zahlreichen Fan-Meilen jedoch keinen Abbruch. Millionen von Fans feierten das deutsche Sommermärchen, das natürlich auch eng mit dem überraschend guten Abschneiden der DFB-Auswahl verbunden war. Der 3:1-Erfolg im kleinen Finale gegen Portugal schien wie der perfekte Abschluss dieser WM-Erzählung – als guter Gastgeber überließ das Team von Jürgen Klinsmann den WM-Triumph seinen Gästen.

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Wo und wann fand die WM 2006 statt?

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde vom 9. Juni bis zum 9. Juli in Deutschland ausgetragen. Es nahmen 32 Mannschaften teil, die in 64 Spielen gegeneinander antraten. Gespielt wurde in den Stadien der Städte Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart.

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Welche Mannschaften nahmen an der WM 2006 teil?

An der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland nahmen insgesamt 32 Mannschaften aus fünf kontinentalen Fußballverbänden UEFA (Europa, 13 Teams), CAF (Afrika, 6 Teams), CONMEBOL (Südamerika, 5 Teams), AFC (Asien, 4 Teams), CONCACAF (Nord-. Mittelamerika und Karibik, 3 Teams) und OFC (Ozeanien, 1 Team) teil. Hier kann eine Liste der Teilnehmerländer eingesehen werden:

UEFA (Europa, 13 Teams)

  • Dänemark
  • Deutschland
  • England
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Italien (späterer Weltmeister)
  • Niederlande
  • Portugal
  • Schweiz
  • Portugal
  • Serbien
  • Slowakei
  • Slowenien

CAF (Afrika, 6 Teams)

  • Algerien
  • Elfenbeinküste
  • Ghana
  • Kamerun
  • Nigeria
  • Südafrika

CONMEBOL (Südamerika, 5 Teams)

  • Argentinien
  • Brasilien (amtierender Weltmeister)
  • Chile
  • Paraguay
  • Uruguay

AFC (Asien, 4 Teams)

  • Australien
  • Nordkorea
  • Japan
  • Südkorea

CONCACAF (Nord-, Mittelamerika, Karibik, 3 Teams)

  • Honduras
  • Mexiko
  • USA

OFC (Ozeanien, 1 Team)

  • Neuseeland

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Welche Mannschaft gewann die WM 2006?

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gewann das italienische Team. Die Squadra Azzurra sicherte sich mit einem 5:3 im Elfmeterschießen im Endspiel gegen Frankreich zum insgesamt vierten Mal (nach 1934, 1938 und 1982) den WM-Titel.

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Welche Spiele wurden bei der WM 2006 ausgetragen?

Insgesamt wurden bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland 64 Partien ausgetragen. In der Vorrunde trafen 32 Mannschaften in acht Vierergruppen aufeinander – die beiden bestplatzierten Teams schafften den Sprung in die Finalrunde. Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale (bzw. Spiel um Platz Drei) wurden im K.O.-Modus ausgespielt. Der komplette Spielplan kann hier eingesehen werden:

Vorrunde
Gruppe A
  • Deutschland vs. Costa Rica (4:2)
  • Polen vs. Ecuador (0:2)
  • Deutschland vs. Polen (1:0)
  • Ecuador vs. Costa Rica (3:0)
  • Ecuador vs. Deutschland (0:3)
  • Costa Rica vs. Polen (1:2)
PlatzMannschaftSpielePunkteTorverhältnis
1.Deutschland398:2
2.Ecuador365:3
3.Polen332:4
4.Costa Rica303:9
Gruppe B
  • England vs. Paraguay (1:0)
  • Trinidad und Tobago vs. Schweden (0:0)
  • England vs. Trinidad und Tobago (2:0)
  • Schweden vs. Paraguay (1:0)
  • Schweden vs. England (2:2)
  • Paraguay vs. Trinidad und Tobago (2:0)
PlatzMannschaftSpielePunkteTorverhältnis
1.England375:2
2.Schweden353:2
3.Paraguay332:2
4.Trinidad und Tobago310:4
Gruppe C
  • Argentinien vs. Elfenbeinküste (2:1)
  • Serbien und Montenegro vs. Niederlande (0:1)
  • Argentinien vs. Serbien und Montenegro (6:0)
  • Niederlande vs. Elfenbeinküste (2:1)
  • Niederlande vs. Argentinien (0:0)
  • Elfenbeinküste vs. Serbien und Montenegro (3:2)
PlatzMannschaftSpielePunkteTorverhältnis
1.Argentinien378:1
2.Niederlande373:1
3.Elfenbeinküste335:6
4.Serbien und Montenegro302:10
Gruppe D
  • Mexiko vs. Iran (3:1)
  • Angola vs. Portugal (0:1)
  • Mexiko vs. Angola (0:0)
  • Portugal vs. Iran (2:0)
  • Portugal vs. Mexiko (2:1)
  • Iran vs. Angola (1:1)
PlatzMannschaftSpielePunkteTorverhältnis
1.Portugal395:1
2.Mexiko344:3
3.Angola321:2
4.Iran312:6
Gruppe E
  • USA vs. Tschechien (0:3)
  • Italien vs. Ghana (2:0)
  • Tschechien vs. Ghana (0:2)
  • Italien vs. USA (1:1)
  • Tschechien vs. Italien (0:2)
  • Ghana vs. USA (2:1)
PlatzMannschaftSpielePunkteTorverhältnis
1.Italien375:1
2.Ghana364:3
3.Tschechien333:4
4.USA312:6
Gruppe F
  • Australien vs. Japan (3:1)
  • Brasilien vs. Kroatien (1:0)
  • Japan vs. Kroatien (0:0)
  • Brasilien vs. Australien (2:0)
  • Japan vs. Brasilien (1:4)
  • Kroatien vs. Australien (2:2)
PlatzMannschaftSpielePunkteTorverhältnis
1.Brasilien397:1
2.Australien345:5
3.Kroatien322:3
4.Japan312:7
Gruppe G
  • Südkorea vs. Togo (2:1)
  • Frankreich vs. Schweiz (0:0)
  • Frankreich vs. Südkorea (1:1)
  • Togo vs. Schweiz (0:2)
  • Togo vs. Frankreich (0:2)
  • Schweiz vs. Südkorea (2:0)
PlatzMannschaftSpielePunkteTorverhältnis
1.Schweiz374:0
2.Frankreich353:1
3.Südkorea343:4
4.Togo301:6
Gruppe H
  • Spanien vs. Ukraine (4:0)
  • Tunesien vs. Saudi-Arabien (2:2)
  • Saudi-Arabien vs. Ukraine (0:4)
  • Spanien vs. Tunesien (3:1)
  • Saudi-Arabien vs. Spanien (0:1)
  • Ukraine vs. Tunesien (1:0)
PlatzMannschaftSpielePunkteTorverhältnis
1.Spanien398:1
2.Ukraine365:4
3.Tunesien313:6
4.Saudi-Arabien312:7
Finalrunde
Achtelfinale
  • Deutschland vs. Schweden (2:0)
  • Argentinien vs. Mexiko (2:1 n. V., 1:1)
  • England vs. Ecuador (1:0)
  • Portugal vs. Niederlande (1:0)
  • Italien vs. Australien (1:0)
  • Schweiz vs. Ukraine (0:3 i. E., 1:1 n. V., 1:1)
  • Brasilien vs. Ghana (3:0)
  • Spanien vs. Frankreich (1:3)
Viertelfinale
  • Deutschland vs. Argentinien (4:2 i. E., 1:1 n. V., 1:1)
  • Italien vs. Ukraine (3:0)
  • England vs. Portugal (1:3 i. E., 0:0 n. V., 0:0)
  • Brasilien vs. Frankreich (0:1)
Halbfinale
  • Deutschland vs. Italien (0:2 n. V., 0:0)
  • Portugal vs. Frankreich (0:1)
Spiel um Platz Drei
  • Deutschland vs.Portugal (3:1)
Finale
  • Italien vs. Frankreich (5:3 i. E., 1:1 n. V., 1:1)

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Wer schoss bei der WM 2006 die meisten Tore

Miroslav Klose war mit fünf Toren in sieben Partien Top-Torjäger der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Dahinter reihen sich gleich acht Spieler mit drei Toren ein. Es folgt eine Liste der neun erfolgreichsten Torschützen.

RangSpieler (Mannschaft)SpieleToreTore pro Spiel
1Miroslav Klose (Deutschland)750,71
2Hernán Crespo (Argentinien)430.75
Fernando Torres (Spanien)430.75
David Villa (Spanien)430.75
5Ronaldo (Brasilien)530,6
Maxi Rodríguez (Argentinien)530,6
7Zinédine Zidane (Frankreich)630,5
8Thierry Henry (Frankreich)730.43
Lukas Podolski (Deutschland)730.43

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Wer war der beste Spieler der WM 2006?

Zum besten Spieler der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde der Franzose Zinédine Zidane gekürt. Er erhielt die FIFA-Trophäe Goldener Ball vor den Italienern Fabio Cannavaro und Andrea Pirlo. Die Wahl erfolgte durch Medienvertreter und war bereits vor dem Finale weitestgehend abgeschlossen, so dass sich Zidanes unsportlicher Kopfstoß im Finale gegen Materazzi kaum noch auswirken konnte.

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Was war das Maskottchen bei der WM 2006?

Das Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war der Löwe Goleo VI. mit seinem sprechenden Ball Pille. Der Name war zusammengesetzt aus den Worten „Go“ und „Leo“, was man frei mit „auf geht’s, Löwe!“ übersetzen kann. Die römische Zahl VI. (Sechs) wiederum spielte auf das Jahr 2006 an. Goléo war 2,30 groß und wurde zumeist vom Puppenspieler Martin Paas gespielt. In der öffentlichen Kritik kam das Maskottchen schlecht weg. Sowohl die Tatsache, dass Goléo keine Hose trug als auch sein Gesamteindruck verleitete einige Kommentatoren zu hämischen Herabsetzungen des Zottelviehs. Der deutschen Mannschaft war es egal, sie erreichte dennoch den dritten Platz.

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Was war der offizielle Song zur WM 2006?

Der offizielle FIFA-Song zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war The time of our lives von Il Divo featuring Toni Braxton. Während dieses Lied eher mäßig erfolgreich war (Platz 17 der deutschen Single-Charts), eroberte die von Herbert Grönemeyer, gemeinsam mit dem malischen Duo Amadou & Mariam, interpretierte FIFA-Hymne Zeit, dass sich was dreht für drei Wochen die Top-Position der deutschen Hitliste.

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Was war der offizielle Ball der WM 2006?

+Teamgeist hieß der offizielle Ball der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Das Spielgerät wich in seiner Form, nach Angaben des Sportartikelherstellers adidas, lediglich 0,1 % von der perfekten Kugel ab. Erstmals zierte der Name der beiden spielenden Mannschaften sowie Datum und Ort der Partie jeden einzelnen WM-Ball.

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Welche Lieder wurden im Umfeld der WM 2006 gesungen?

Neben den offiziellen FIFA-Songs gab es eine ganze Reihe populärer Lieder, welche die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 begleiteten. Zu nennen sind einerseits 54, 74, 90, 2006 der Indie-Rock-Band Sportfreunde Stiller. Der Song konnte sich drei Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Single-Charts halten. Andererseits Schwarz und Weiß von Oliver Pocher. Die Platte verkaufte sich mehr als 150.000 Mal und wird auch heute noch in Stadien eingesetzt.

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Warum wird die WM 2006 auch als Sommermärchen bezeichnet?

Der Begriff Sommermärchen wurde durch die Fußball-Dokumentation Deutschland. Ein Sommermärchen von Sönke Wortmann populär. Der Filmemacher begleitete die deutsche Nationalmannschaft ein Jahr lang. Dabei fing er sowohl die Stimmung in der Kabine als auch die mit der WM verbundene Begeisterung im Land ein. Der Titel ist Heinrich Heines Deutschland. Ein Wintermärchen entlehnt und stellt gleichzeitig einen maximalen Kontrast zu diesem Versepos her. So heißt es bei Heine beispielsweise: „Noch immer das hölzern pedantische Volk, / noch immer ein rechter Winkel / In jeder Bewegung, und im Gesicht / Der eingefrorene Dünkel.“

Der Begriff Sommermärchen setzt genau an dieser Stelle an: Viele Beobachter sahen in der ausgelassenen, friedlichen und sonnigen WM-Stimmung einen generellen Mentalitätswandel innerhalb der deutschen Bevölkerung am Werk, der sich mit der WM 2006 Bahn gebrochen habe.

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War die Ausrichtung der WM 2006 gekauft?

Ist bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 alles mit rechten Dingen zugegangen? Darüber wird seit der Entscheidung im Juli 2000 diskutiert. Wir erinnern uns: Bei der Abstimmung über die Ausrichtung der WM 2006 gewann Deutschland denkbar knapp mit 12 zu 11 Stimmen gegen den Mitbewerber aus Südafrika. Wenige Wochen zuvor galt das Kapland als klarer Favorit. Für die deutsche Bewerbung zeichnete sich, außerhalb Europas, kaum Unterstützung ab. Dass sich insbesondere der neuseeländische Vertreter Charles Dempsey, entgegen der Pro-Südafrikanischen Linie seines Verbandes, für die Stimmenthaltung entschied, warf bereits kurze Zeit nach der Entscheidung Fragen auf. Auch der kurzfristige Lagerwechsel der asiatischen Vertreter wird seither mit Skepsis beäugt.

Laut einem Bericht des Magazins Der Spiegel soll das Organisations-Kommittee der WM 2006 um Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach eine schwarze Kasse geführt haben. Der damalige adidas-Chef Robert-Louis Dreyfus habe demnach 13 Mio. D-Mark zur Verfügung gestellt. Diese Gelder seien mutmaßlich zur Bestechung der vier Mitglieder des asiatischen Verbandes eingesetzt worden. Der DFB dementierte diese und andere Vorwürfe rund um Zahlungen des Medien-Moguls Leo Kirch.

Was hat das Satire-Magazin Titanic mit der WM 2006 zu tun?

Ein fingiertes Bestechungsfax erregte nach der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland die Gemüter. Die Satire-Zeitschrift Titanic um Martin Sonneborn hatte kurz vor der Entscheidung eine Nachricht an alle FIFA-Vertreter versandt. In dem Schreiben wurde den Vertretern – im Fall einer Stimmabgabe für Deutschland – ein Präsentkorb in Aussicht gestellt. Der Korb sollte beispielsweise „gute Wurst“ und eine „Kuckucksuhr“ enthalten. Deutschland gewann die Abstimmung bekanntermaßen überraschend mit 12 zu 11 Stimmen. Der neuseeländische Funktionär Charles Dempsey hatte sich – entgegen der Linie seines Verbandes – der Stimme enthalten. Hinterher begründete er seinen Schritt u. a. mit dem Titanic-Fax. („This final fax broke my neck.“ In etwa: Dieses Fax hat mir das Genick gebrochen.)

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Deutsche Fußball­nationalmannschaft

Wie schnitt Deutschland bei der WM 2006 ab?

Die deutsche Nationalmannschaft erreichte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland den dritten Platz. Nachdem das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann Argentinien im Viertelfinale bezwungen hatte (4:2 i. E., 1:1 n. V., 0:0), verlor es im Halbfinale gegen Italien (0:2 n. V., 0:0).

Junge DFB-Elf überrascht mit Offensivfußball

Der 3:1-Sieg im kleinen Finale über Portugal galt als großer Erfolg. Denn: Nur die wenigsten Beobachter hatten der jungen deutschen Mannschaft um Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski den Sprung unter die letzten vier Teams zugetraut. Die DFB-Auswahl wies einen Altersdurchschnitt von 26,9 Jahren auf und war damit zum damaligen Zeitpunkt die jüngste WM-Elf seit 1982 (zum Vergleich: WM 2002: 28,2 Jahre; WM 1998: 30,2 Jahre).

Der seit 2004 amtierende Klinsmann hatte, gemeinsam mit Teammanager Oliver Bierhoff, im Vorfeld der Weltmeisterschaft das gesamte System des DFB umgekrempelt: Von der U17 bis zur A-Nationalmannschaft wurden alle Mannschaften auf ein schnelles, direktes Spiel mit technischer Finesse verpflichtet. Der Bruch hätte größer nicht sein können, schließlich war die DFB-Elf noch vier Jahre zuvor vor allem mit Ergebnisfußball aufgefallen. Der neue Offensivfußball zahlte sich aus: das deutsche Team spielte sich nicht nur ins Halbfinale, sondern auch in die Herzen der Fans. Der Spielstil trug jedenfalls dazu bei, dass das Turnier auch heute noch als Sommermärchen bekannt ist.

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Wer stand im Kader der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2006?

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land, trat das deutsche Team mit einem Kader von 23 Spielern an. Mit Philipp Lahm, Bernd Schneider, Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose, Oliver Neuville und Lukas Podolski standen sechs Spieler bei allen sieben Partien auf dem Platz. Bundestrainer war Jürgen Klinsmann, als Co-Trainer fungierte Joachim Löw. Kapitän der Mannschaft war Michael Ballack. Es folgt eine Auflistung des Kaders:

Spieler (Rückennummer)PositionDamaliger VereinGeburtstagSpieleTore
Timo Hildebrand (23)TorwartVfB Stuttgart05.04.197900
Oliver Kahn (12)TorwartFC Bayern München15.06.196910
Jens Lehmann (1)TorwartFC Arsenal10.11.196960
Arne Friedrich (3)Verteidigung (Außenverteidiger)Hertha BSC29.05.197960
Robert Huth (4)Verteidigung (Innenverteidiger)FC Chelsea18.08.198410
Marcell Jansen (2)Verteidigung (Außenverteidiger)Borussia Mönchengladbach04.11.198510
Philipp Lahm (16)Verteidigung (Außenverteidiger)FC Bayern München11.11.198371
Per Mertesacker (17)Verteidigung (Innenverteidiger)Hannover 9629.09.198460
Christoph Metzelder (21)Verteidigung (Innenverteidiger)Borussia Dortmund05.11.198060
Sebastian Kehl (5)Defensives MittelfeldBorussia Dortmund13.02.198040
Jens Nowotny (6)Defensives MittelfeldBayer 04 Leverkusen11.01.197410
Tim Borowski (18)Zentrales MittelfeldWerder Bremen02.05.198060
Torsten Frings (8)Zentrales MittelfeldWerder Bremen22.11.197661
Thomas Hitzlsperger (15)Zentrales MittelfeldVfB Stuttgart05.04.198210
Michael Ballack (13)Offensives MittelfeldFC Bayern München26.09.197650
David Odonkor (22)Offensive MittelfeldBorussia Dortmund21.02.198440
Bernd Schneider (19)Offensive MittelfeldBayer 04 Leverkusen17.11.197370
Bastian Schweinsteiger (7)Offensive MittelfeldFC Bayern München01.08.198472
Gerald Asamoah (14)Sturm (Mittelstürmer)FC Schalke 0403.10.197810
Mike Hanke (9)Sturm (Mittelstürmer)VfL Wolfsburg05.11.198310
Miroslav Klose (11)Sturm (Mittelstürmer)Werder Bremen09.06.197875
Oliver Neuville (10)Sturm (Mittelstürmer)Borussia Mönchengladbach01.05.197371
Lukas Podolski (20)Sturm (Mittelstürmer)1. FC Köln04.06.198573

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Mit welcher Aufstellung spielte Deutschland bei der WM 2006?

Die taktische Grundformation der DFB-Auswahl bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland entsprach einem klassischen 4-4-2 System. Vor Torwart Jens Lehmann spielten in der Viererkette zumeist Arne Friedrich, Per Mertesacker, Christoph Metzelder und Philipp Lahm. Im zentralen Mittelfeld agierten überwiegend Torsten Frings und Michael Ballack. Auf der rechten Außenbahn spielte Bernd Schneider, links war der junge Bastian Schweinsteiger unterwegs. Vorne im Zentrum markierten Miroslav Klose und Lukas Podolski eine Doppelspitze. Als Beispiel folgt die deutsche Aufstellung in der Halbfinalpartie gegen Italien; statt Frings und Schweinsteiger kamen in diesem Spiel Kehl und Borowski zum Einsatz:

Deutsche Aufstellung (Halbfinale, Deutschland vs. Italien, Endstand: 0:2 n. V., 0:0)

Deutsches WM-Team 2006
Deutsches WM-Team 2006

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Gegen welche Teams spielte Deutschland bei der WM 2006?

Die DFB-Auswahl traf bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland in der Gruppe A der Vorrunde auf Costa Rica (4:2), Polen (1:0) und Ecuador (3:0). Im Achtelfinale setzte sich das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann mit 2:0 gegen Schweden durch. Das Viertelfinale gegen Argentinien gewann die deutsche Elf mit 4:2 im Elfmeterschießen (0:0 nach Verlängerung). Im Halbfinale verlor die Mannschaft um Philipp Lahm, Michael Ballack und Lukas Podolski gegen Italien (0:2 n. V., 0:0). Das kleine Finale gewann Deutschland schließlich gegen Portugal mit 3:1. Es folgt eine Auflistung der Partien mit deutscher Beteiligung:

Deutschland vs. Costa Rica (4:2)

Gruppe A, 1. Spieltag

Tor(e): 1:0 Philipp Lahm (6.), 1:1 Paulo Wanchope (12.), 2:1 Miroslav Klose (17.), 3:1 Miroslav Klose, 3:2 Paulo Wanchope (73.), 4:2 Torsten Frings (87.)

Gelbe Karte: Danny Fonseca (30.)

Details

Datum/Ort: 9.6.2006, 18:00 Uhr in München (Olympiastadion)

Zuschauer: 66.000

Schiedsrichter: Horacio Elizondo (Argentinien)


Deutschland

Jens Lehmann – Arne Friedrich, Per Mertesacker, Christoph Metzelder, Philipp Lahm – Torsten Frings – Bernd Schneider (Kapitän, 90.+1' David Odonkor), Bastian Schweinsteiger – Tim Borowski (72. Sebastian Kehl) – Miroslav Klose (79. Oliver Neuville), Lukas Podolski

Trainer: Jürgen Klinsmann

Costa Rica

José Francisco Porras – Michael Umaña, Douglas Sequeira, Luis Marín (Kapitän) – Gilberto Martínez (67. Jervis Drummond), Mauricio Solís (78. Cristian Bolaños) – Danny Fonseca – Leonardo González – Walter Centeno, Rónald Gómez (90.+1' Randall Azofeifa) – Paulo Wanchope

Trainer: Alexandre Guimarães

Deutschland vs. Polen (1:0)

Gruppe A, 2. Spieltag

Tor(e): 1:0 Oliver Neuville (90. +1')

Gelbe Karte: Jacek Krzynówek (3.), Radosław Sobolewski (28.), Michael Ballack (58.), David Odonkor (67.), Christoph Metzelder (70.), Artur Boruc (89.)

Gelb-Rote Karte: Radosław Sobolewski (75.)

Details

Datum/Ort: 14.6.2006, 21:00 Uhr in Dortmund (Westfalenstadion)

Zuschauer: 65.000

Schiedsrichter: Luis Medina Cantalejo (Spanien)


Deutschland

Jens Lehmann – Arne Friedrich (64. David Odonkor), Per Mertesacker, Christoph Metzelder, Philipp Lahm – Bernd Schneider, Torsten Frings, Michael Ballack (Kapitän), Bastian Schweinsteiger (77. Tim Borowski) – Miroslav Klose, Lukas Podolski (71. Oliver Neuville)

Trainer: Jürgen Klinsmann

Polen

Artur Boruc – Marcin Baszczyński, Jacek Bąk (Kapitän), Michał Żewłakow (83. Dariusz Dudka), Bartosz Bosacki – Radosław Sobolewski, Arkadiusz Radomski – Jacek Krzynówek (77. Mariusz Lewandowski), Euzebiusz Smolarek, Ireneusz Jeleń (90.+1' Paweł Brożek) – Maciej Żurawski

Trainer: Paweł Janas

Ecuador vs. Deutschland (0:3)

Gruppe A, 3. Spieltag

Tor(e): 0:1 Miroslav Klose (4.), 0:2 Miroslav Klose (44.), Lukas Podolski (57.)

Gelbe Karte: Antonio Valencia (52.), Tim Borowski (75.)

Details

Datum/Ort: 20.6.2006, 16:00 Uhr in Berlin (Olympiastadion)

Zuschauer: 72.000

Schiedsrichter: Walentin Iwanow (Russland)


Ecuador

Cristian Mora – Ulises de la Cruz, Paul Ambrossi, Jorge Guagua, Giovanny Espinoza – Edwin Tenorio, Marlon Ayoví (Kapitän, 68. Patricio Urrutia), Luis Antonio Valencia (63. Christian Lara), Edison Méndez – Iván Kaviedes, Félix Borja (46. Cristian Benítez)

Trainer: Luis Fernando Suárez (Kolumbien)

Deutschland

Jens Lehmann – Arne Friedrich, Per Mertesacker, Robert Huth, Philipp Lahm – Bernd Schneider (73. Gerald Asamoah), Torsten Frings (66. Tim Borowski), Michael Ballack (Kapitän), Bastian Schweinsteiger – Miroslav Klose (66. Oliver Neuville), Lukas Podolski

Trainer: Jürgen Klinsmann

Deutschland vs. Schweden (2:0)

Achtelfinale

Tor(e): 1:0 Lukas Podolski (4.), 2:0 Lukas Podolski (12.)

Gelbe Karte: Torsten Frings (27.), Teddy Lučić (28.), Mattias Jonson (48.), Marcus Allbäck (78.)

Gelb-Rote Karte: Teddy Lučić (35.)

Details

Datum/Ort: 24.6.2006, 17:00 Uhr in München (Olympiastadion)

Zuschauer: 66.000

Schiedsrichter: Carlos Simon (Brasilien)


Deutschland

Jens Lehmann – Arne Friedrich, Per Mertesacker, Christoph Metzelder, Philipp Lahm – Bernd Schneider, Torsten Frings (85. Sebastian Kehl), Michael Ballack (Kapitän), Bastian Schweinsteiger (72. Tim Borowski) – Miroslav Klose, Lukas Podolski (74. Oliver Neuville)

Trainer: Jürgen Klinsmann

Schweden

Andreas Isaksson – Niclas Alexandersson, Teddy Lučić, Olof Mellberg (Kapitän), Erik Edman – Tobias Linderoth – Mattias Jonson (52. Christian Wilhelmsson), Kim Källström (39. Petter Hansson), Fredrik Ljungberg – Zlatan Ibrahimović (72. Marcus Allbäck), Henrik Larsson

Trainer: Lars Lagerbäck

Deutschland vs. Argentinien (4:2 i. E., 1:1 n. V., 1:1)

Viertelfinale

Tor(e): 0:1 Roberto Ayala (49.), 1:1 Miroslav Klose (80.)

Elfmeterschießen: 1:0 Oliver Neuville, 1:1 Julio Ricardo Cruz, 2:1 Michael Ballack, Roberto Ayala scheitert an Jens Lehmann, 3:1 Lukas Podolski, 3:2 Maxi Rodríguez, Esteban Cambiasso scheitert an Jens Lehmann

Gelbe Karte: Lukas Podolski (3.), Pablo Sorín (46.), Javier Mascherano (60.), David Odonkor (90. + 4'), Julio Ricardo Cruz (95.), Arne Friedrich (114.)

Details

Datum/Ort: 30.6.2006, 17:00 Uhr in Berlin (Olympiastadion)

Zuschauer: 72.000

Schiedsrichter: Ľuboš Micheľ (Slowakei)


Deutschland

Jens Lehmann – Arne Friedrich, Per Mertesacker, Christoph Metzelder, Philipp Lahm – Bernd Schneider (62. David Odonkor), Torsten Frings, Michael Ballack (Kapitän), Bastian Schweinsteiger (74. Tim Borowski) – Miroslav Klose (86. Oliver Neuville), Lukas Podolski

Trainer: Jürgen Klinsmann

Argentinien

Roberto Abbondanzieri (71. Leo Franco) – Fabricio Coloccini, Roberto Ayala, Gabriel Heinze, Juan Pablo Sorín (Kapitän) – Javier Mascherano – Maxi Rodríguez, Juan Román Riquelme (72. Esteban Cambiasso), Lucho – Hernán Crespo (79. Julio Ricardo Cruz), Carlos Tévez

Trainer: José Pekerman

Deutschland vs. Italien (0:2 n. V., 0:0)

Halbfinale

Tor(e): 0:1 Fabio Grosso (119.), 0:2 Alessandro Del Piero (120. +1')

Gelbe Karte: Tim Borowski (40.), Christoph Metzelder (56.), Mauro Camoranesi (90.)

Details

Datum/Ort: 4.7.2006, 21:00 Uhr in Dortmund (Westfalenstadion)

Zuschauer: 65.000

Schiedsrichter: Benito Archundia (Mexiko)


Deutschland

Jens Lehmann – Arne Friedrich, Per Mertesacker, Christoph Metzelder, Philipp Lahm – Bernd Schneider (83. David Odonkor), Sebastian Kehl, Michael Ballack (Kapitän), Tim Borowski (73. Bastian Schweinsteiger) – Miroslav Klose (111. Oliver Neuville), Lukas Podolski

Trainer: Jürgen Klinsmann

Italien

Gianluigi Buffon – Gianluca Zambrotta, Fabio Cannavaro (Kapitän), Marco Materazzi, Fabio Grosso – Mauro Camoranesi (91. Vincenzo Iaquinta), Gennaro Gattuso, Andrea Pirlo, Simone Perrotta (104. Alessandro Del Piero) – Francesco Totti – Luca Toni (74. Alberto Gilardino)

Trainer: Marcello Lippi

Deutschland vs. Portugal (3:1)

Spiel um Platz Drei

Tor(e): 1:0 Bastian Schweinsteiger (56.), 2:0 Petit (60., Eigentor), 3:0 Bastian Schweinsteiger (78.), 3:1 Nuno Gomes (88.)

Gelbe Karte: Torsten Frings (7.), Ricardo Costa (24.), Costinha (33.), Paulo Ferreira (60.)

Details

Datum/Ort: 8.7.2006, 21:00 Uhr in Stuttgart (Gottlieb-Daimler-Stadion)

Zuschauer: 52.000

Schiedsrichter: Tōru Kamikawa (Japan)


Deutschland

Oliver Kahn (Kapitän) – Philipp Lahm, Jens Nowotny, Christoph Metzelder, Marcell Jansen – Bernd Schneider, Sebastian Kehl, Torsten Frings, Bastian Schweinsteiger (79. Thomas Hitzlsperger) – Miroslav Klose (65. Oliver Neuville), Lukas Podolski (71. Mike Hanke)

Trainer: Jürgen Klinsmann

Portugal

Ricardo – Paulo Ferreira, Fernando Meira, Ricardo Costa, Nuno Valente (69. Nuno Gomes) – Maniche, Costinha (46. Petit) – Cristiano Ronaldo, Deco, Simão – Pauleta (Kapitän, 77. Luís Figo)

Trainer: Luiz Felipe Scolari

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Wer waren die deutschen Torschützen bei der WM 2006?

Torschützenkönig der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland und damit auch erfolgreichster deutscher Torjäger war Miroslav Klose mit fünf Treffern in sieben Partien. Torgefährlich waren auch Lukas Podolski (3 Tore) und Bastian Schweinsteiger (2 Tore). Insgesamt schoss die deutsche Mannschaft 14 Tore, wobei sich darunter ein Eigentor des Portugiesen Petit befindet. Es folgt eine Liste der deutschen Torschützen:

SpielerTore GesamtTore erzielt in Partie
Miroslav Klose5Deutschland vs. Costa Rica (Gruppenphase, Endstand: 4:2)
2:1 (17.)
3:1 (61.)
Ecuador vs. Deutschland (Gruppenphase, Endstand: 0:3)
0:1 (4.)
0:2 (44.)
Deutschland vs. Argentinien (4:2 i. E., 1:1 n. V., 1:1)
1:1 (80.)
Lukas Podolski3Ecuador vs. Deutschland (Gruppenphase, Endstand: 0:3)
0:3 (57.)
Deutschland vs.
Schweden (Achtelfinale, Endstand: 2:0)

1:0 (4.)
2:0 (12.)
Bastian Schweinsteiger2Deutschland vs. Portugal (Spiel um Platz Drei, Endstand: 3:1)
1:0 (56.)
3:0 (78.)
Torsten Frings1Deutschland vs. Costa Rica (Gruppenphase, Endstand: 4:2)
4:2 (87.)
Philipp Lahm1Deutschland vs. Costa Rica (Gruppenphase, Endstand: 4:2)
1:0 (6.)
Oliver Neuville1Deutschland vs. Polen (Gruppenphase, Endstand: 1:0)
1:0 (90. +1')

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