WM 1966 in England

Bei der WM 1966 in England gewann zum ersten und einzigen Mal das Team aus England den WM-Titel. Nach dem Wembley-Tor von Geoff Hurst blieb der deutschen Fußball­nationalmannschaft der zweite Platz Platz.

Allgemeines zur WM 1966

WM 1966 Statistik

AustragungsortEngland
WeltmeisterEngland
Abschneiden DeutschlandsVize-Weltmeister
Teilnehmer16
Partien32
Tore89
Tore (Ø)2,78
TorschützenkönigEusébio (Portugal)
9 Tore
Platzverweise5
Platzverweise (Ø)0,16
Zuschauer1.614.677
Zuschauer (Ø)50.459

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Zusammenfassung WM 1966

Im Jahr 1966 in England kam die Fußball-Weltmeisterschaft langsam in der Neuzeit an. Die Kommerzmaschinerie der FIFA lief sich warm. Nachdem die Verantwortlichen bereits 1962 erstmals einen WM-Song gekürt hatten, kam bei diesem Turnier zusätzlich ein eigens entworfenes Maskottchen zum Einsatz. Darüber hinaus hatte sich auch der Fußball weiterentwickelt. Taktik spielte eine immer größere Rolle: Das starre WM-System mit seinen klaren Zuordnungen wich flexibleren Spielsystemen.

Football is coming home!

Der englische Trainer Alf Ramsey war einer der Vorreiter dieser Entwicklung. Brasilien ließ bereits seit 1958 im 4-2-4-System spielen, aber was Ramsey plante, glich einer fußballerischen Revolution. Er verpasste seinem Team ein 4-4-2, ohne die als unvermeidlich geltenden Flügelstürmer. Da England zusätzlich über hervorragende Einzelkönner wie Bobby Charlton verfügte und, wie beim Wembley-Tor, auch das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite hatte, gewann das Team der Three Lions folgerichtig zum ersten und einzigen Mal eine Fußball-Weltmeisterschaft.

Übrigens zum Leidwesen der deutschen Mannschaft. Das Team von Helmut Schön war der unglückliche Zweite des Wembley-Finales. Dennoch hatte die junge Truppe, angetrieben von einem vorzüglichen Franz Beckenbauer, ein sehr gutes Turnier gespielt.

Ein Mann sieht rot

Obwohl sich die Fußaller im Mutterland des Fair Plays befanden, gab es bei der WM 1966 viele brutale Fouls sowie Unsportlichkeiten. Insbesondere zwischen den europäischen und den südamerikanischen Teams herrschte eine Mischung aus Rivalität und Aggressivität vor. Zur Entspannung trug die FIFA nicht gerade bei – 18 der 23 Schiedsrichter kamen aus Europa. Dementsprechend misstrauisch gingen die Teams vom südamerikanischen Kontinent ins Turnier.

Besonders augenfällig wurde dieses Misstrauen in der Viertelfinalpartie England gegen Argentinien. Argentinische Kicker reklamierten von Beginn an jede Entscheidung, die der deutsche Unparteiische Rudolf Kreitlein traf. In der 35. Minute war das Maß voll und der 1,68 Meter kleine Kreitlein stellte den 1,91 Meter großen Antonio Rattín wegen Meckerns vom Platz. Das Problem? Rattín weigerte sich zu gehen, auch weil er sich missverstanden fühlte. Erst durch den Einsatz der Polizei konnte die Entscheidung durchgesetzt werden. Eine Episode, die den Ausschlag zur Erfindung der gelben und roten Karte gab.

Was gab’s noch?

Ansonsten hielt die Weltmeisterschaft eine faustdicke Überraschung parat. Dem krassen Außenseiter aus Nordkorea gelang, nach einem 1:0-Sieg über Italien, der Einzug in die Finalrunde. Allerdings verlor das Team von Myung Rye-hyun die Viertelfinalpartie gegen Portugal mit 3:5. Die Portugiesen wiederum präsentierten sich erstmals als ernstzunehmender Gegner und stellten mit Eusébio sogar den Torschützenkönig.

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Wo und wann fand die WM 1966 statt?

Die Fußball-Weltmeisterschaft 1966 wurde vom 11. Juli bis zum 30. Juli in England ausgetragen. Es nahmen 16 Mannschaften (32 Partien) an der Endrunde teil. Gespielt wurde in den Stadien der Städte London (Wembley-Stadion und White City Stadion), Birmingham, Sheffield, Liverpool, Manchester, Sunderland und Middlesbrough.

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Welche Mannschaften nahmen an der WM 1966 teil?

An der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England nahmen insgesamt 16 Mannschaften teil. Davon kamen zehn Teams aus dem europäischen, vier aus dem südamerikanischen, ein Team aus dem asiatischen sowie ein weiteres Team aus dem nord- und mittelamerikanischen Verband. Hier kann eine Liste der Teilnehmerländer eingesehen werden.

UEFA (Europa, 10 Teams)

  • Bulgarien
  • BR Deutschland
  • England (Gastgeber und späterer Weltmeister)
  • Frankreich
  • Italien
  • Portugal
  • Schweiz
  • Sowjetunion
  • Spanien
  • Ungarn

CONMEBOL (Südamerika, 4 Teams)

  • Argentinien
  • Brasilien (amtierender Weltmeister)
  • Chile
  • Uruguay

AFC (Asien, 1 Team)

  • Nordkorea

CONCACAF (Nord- und Mittelamerika, 1 Team)

  • Mexiko

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Welche Mannschaft gewann die WM 1966?

Bei der WM 1966 konnte England zum ersten und bisher letzten Mal den Titel gewinnen. In der Vorrunde traf das Team von Alf Ramsey auf Uruguay (0:0), Mexiko (2:0) und Frankreich (2:0). Anschließend bezwang die englische Elf Argentinien (1:0) im Viertelfinale und Portugal (2:1) im Halbfinale. In einem dramatischen Endspiel konnte sich der Gastgeber schließlich mit 4:2 (nach Verlängerung) gegen Deutschland durchsetzen. Legendär wurde das 3:2, das sogenannte Wembley-Tor.

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Welche Spiele wurden bei der WM 1966 ausgetragen?

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England wurden insgesamt 32 Spiele ausgetragen. In der ersten Turnierphase traten zunächst jeweils vier Teams in vier Gruppen gegeneinander an. Sowohl der Gruppenerste als auch der Gruppenzweite erreichten die mit dem Viertelfinale beginnende Finalrunde, welche im K.O.-Modus ausgetragen wurde. Bei Punktgleichheit des Gruppenzweiten und Gruppendritten entschied die Tordifferenz. Im Folgenden können alle Partien und Ergebnisse eingesehen werden.

WM 1966 – Spiele & Ergebnisse

Vorrunde
Gruppe A
  • England vs. Uruguay (0:0)
  • Frankreich vs. Mexiko (1:1)
  • Uruguay vs. Frankreich (2:1)
  • England vs. Mexiko (2:0)
  • Uruguay vs. Mexiko (0:0)
  • England vs. Frankreich (2:0)

PlatzMannschaftSpielePunkteTore
1.England35:14:0
2.Uruguay34:22:1
3.Mexiko32:41:3
4.Frankreich31:52:5
Gruppe B
  • BR Deutschland vs. Schweiz (5:0)
  • Argentinien vs. Spanien (2:1)
  • Spanien vs. Schweiz (2:1)
  • Argentinien vs. BR Deutschland (0:0)
  • Argentinien vs. Schweiz (2:0)
  • BR Deutschland vs. Spanien (2:1)

PlatzMannschaftSpielePunkteTore
1.BR Deutschland35:17:1
2.Argentinien35:14:1
3.Spanien32:44:5
4.Schweiz30:61:9
Gruppe C
  • Brasilien vs. Bulgarien (2:0)
  • Portugal vs. Ungarn (3:1)
  • Brasilien vs. Ungarn (1:3)
  • Portugal vs. Bulgarien (3:0)
  • Portugal vs. Brasilien (3:1)
  • Ungarn vs. Bulgarien (3:1)

PlatzMannschaftSpielePunkteTore
1.Portugal36:09:2
2.Ungarn34:27:5
3.Brasilien32:44:6
4.Bulgarien30:61:8
Gruppe D
  • Sowjetunion vs. Nordkorea (3:0)
  • Italien vs. Chile (2:0)
  • Chile vs. Nordkorea (1:1)
  • Sowjetunion vs. Italien (1:0)
  • Nordkorea vs. Italien (1:0)
  • Sowjetunion vs. Chile (2:1)

PlatzMannschaftSpielePunkteTore
1.Sowjetunion36:06:1
2.Nordkorea33:32:4
3.Italien32:42:2
4.Chile31:52:5
Finalrunde
Viertelfinale
  • England vs. Argentinien (1:0)
  • BR Deutschland vs. Uruguay (4:0)
  • Portugal vs. Nordkorea (5:3)
  • Sowjetunion vs. Ungarn (2:1)
Halbfinale
  • BR Deutschland vs. Sowjetunion (2:1)
  • England vs. Portugal 2:1
Spiel um Platz Drei
  • Portugal vs. Sowjetunion (2:1)
Finale

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Wer schoss bei der WM 1966 die meisten Tore?

Torschützen-König der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England wurde der Portugiese Eusébio mit neun Toren in sechs Spielen. Auf Rang Zwei kam der Deutsche Helmut Haller mit sechs Treffern in fünf Partien. Es folgt eine Liste der zwölf besten Torschützen des Turniers:

RangSpieler (Mannschaft)SpieleToreTore pro Spiel
1.Eusébio (Portugal)691,5
2.Helmut Haller (BR Deutschland)561,2
3.Geoff Hurst (England)341,33
4.Ferenc Bene (Ungarn)441
5.Franz Beckenbauer (Deutschland)640,67
6.Valeri Porkuyan (Sowjetunion)341,33
7.Luis Artime (Argentinien)430,75
8.Eduard Malofeev (Sowjetunion)530,6
9.Bobby Charlton (England)630,5
Roger Hunt (England)630,5
José Torres (Portugal)630,5
José Augusto (Portugal)630,5

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Wer war der beste Spieler der WM 1966?

Die FIFA vergibt ihre offizielle Auszeichnung erst seit dem Jahr 1982. Begibt man sich dennoch auf die Suche nach dem bester Spieler der WM 1966, dann ist Eusébio ein natürlicher Kandidat. Dem Portugiesen gelangen schwindelerregende neun Tore in sechs Spielen, vier seiner Treffer erzielte er allerdings vom Elfmeterpunkt. Ebenfalls ein würdiger Anwärter wäre Bobby Charlton. Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft war als kreativer Stratege hinter den Spitzen maßgeblich am einzigen englischen Turniersieg beteiligt, nicht zuletzt auch durch seine drei Turniertreffer.

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Was war das Maskottchen bei der WM 1966?

Das Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 war ein kantig gezeichneter, Fußball spielender Löwe mit dem Union Jack auf der Brust. World Cup Willie, die Schöpfung des Kinderbuch-Illustrators Reg Hoye, trat als lebendes Maskottchen und Comic-Figur überall im Umfeld des Turniers und auf Werbeartikeln in Erscheinung. Er war beliebt und verkaufte sich gut. Sein Auftritt schien den Gastgebern obendrein Glück zu bringen, so dass fortan für jede Fußball-Weltmeisterschaft ein eigenes Maskottchen kreiert wurde.

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Was war der offizielle Song der WM 1966?

Der offizielle Song der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England hieß World Cup Willie. Lonnie Donegan, der König der Skiffle-Musik und einer der einflussreichsten britischen Musiker vor den Beatles, sang dieses Lied als Hommage an das WM-Maskottchen Willie.

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Was ist das Wembley-Tor?

Als Wembley-Tor wird das umstrittene Tor von Geoff Hurst bei der WM 1966 bezeichnet. Der englische Stürmer erzielte den Treffer in der 101. Minute des Endspiels England gegen Deutschland. Der Name leitet sich vom Austragungsort, dem Londoner Wembley-Stadion, ab.

Hurst schoss den Ball aus kurzer Distanz an die Unterkante der Latte. Von dort aus prallte er auf den Boden, um anschließend wieder ins Spielfeld zurückzuspringen. Die deutsche Abwehr konnte klären. Der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst wollte bereits einen Eckball für England geben. Dann schritt der sowjetische Linienrichter Tofiq Bachramov ein. Im Anschluss an das kurze Zwiegespräch mit seinem Linienrichter entschied Schiedsrichter Dienst auf Tor für England. Nach den Regeln des Weltverbandes FIFA muss ein Ball die Torlinie mit vollem Umfang passieren, damit ein Tor anerkannt werden kann.

Faire Verlierer

Die spielentscheidende Szene sorgte damals für große Diskussionen in der englischen und deutschen Öffentlichkeit, wenn auch mit unterschiedlichen Vorzeichen. Die Fairness und Demut mit der die deutsche Mannschaft diese umstrittene Tor-Entscheidung hingenommen hatte, brachte dem deutschen Team international großen Respekt ein. Mit dem Fortschritt der modernen Technik gab es seit den 1990er Jahren immer wieder Versuche, endgültig zu beweisen, ob der Ball zu irgendeinem Zeitpunkt im Tor gewesen war, mit gemischten Ergebnissen.

Aussterbender Begriff dank Torlinientechnik

Der Begriff Wembley-Tor bürgerte sich als Bezeichnung für diese Art von umstrittenen Treffern ein. Im Achtelfinale der WM 2010 kam es, erneut in der Partie England gegen Deutschland, zu einer vergleichbaren Szene als der Engländer Frank Lampard das vermeintliche 2:2 (Endstand: 1:4) erzielte, das der Schiedsrichter nicht anerkannte. Mit dem Einsatz der modernen Torlinientechnologie seit 2013 ist ein Wembley-Tor inzwischen unwahrscheinlich geworden.

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Deutsche Fußball­nationalmannschaft (West)

Wie schnitt Deutschland bei der WM 1966 ab?

Die deutsche Fußballnationalmannschaft erreichte bei der WM 1966 in England den zweiten Platz. Insbesondere der zwanzigjährige Franz Beckenbauer überstrahlte die gute Leistung des DFB-Teams. Trotz seiner Position als defensiv ausgerichteter Mittelfeldspieler schoss er vier Tore. Das Team von Bundestrainer Helmut Schön musste sich erst im Finale der WM dem Gastgeber aus England mit 2:4 geschlagen geben. Spielentscheidend war das Wembley-Tor. In Deutschland wurde der Vize-Weltmeister gebührend von den Fans empfangen – die Bild-Zeitung titelte: „Wir haben 2:2 verloren!“.

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Wer stand im deutschen Kader bei der WM 1966?

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England trat Deutschland mit einem Kader von 22 Spielern an. Davon standen Hans Tilkowski, Karl-Heinz Schnellinger, Willi Schulz, Wolfgang Weber, Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath, Sigfried Held und Uwe Seeler bei allen sechs Partien auf dem Feld. Trainiert wurde die Mannschaft von Helmut Schön, der Sepp Herberger 1964 als Bundestrainer abgelöst hatte. Kapitän der Mannschaft war Uwe Seeler. Es folgt eine Auflistung des deutschen Kaders:

SpielerPositionDamaliger VereinGeburtstagSpieleTore
Günter BernardTorwartWerder Bremen04.11.193900
Sepp MaierTorwartFC Bayern München28.02.194400
Hans TilkowskiTorwartBorussia Dortmund12.07.193560
Horst-Dieter HöttgesVerteidigung (Außenverteidiger)Werder Bremen10.09.194350
Friedel LutzVerteidigung (Außenverteidiger)Eintracht Frankfurt21.01.193910
Bernd PatzkeVerteidigung (Innenverteidiger)TSV 1860 München14.03.194300
Wolfgang PaulVerteidigung (Innenverteidiger)Borussia Dortmund25.01.194000
Karl-Heinz SchnellingerVerteidigung (Außenverteidiger)AC Mailand31.03.193960
Willi SchulzVerteidigung (Innenverteidiger)Hamburger SV04.10.193860
Klaus-Dieter SieloffVerteidigung (Libero)VfB Stuttgart27.02.194200
Wolfgang WeberVerteidigung (Innenverteidiger)1. FC Köln26.06.194461
Franz BeckenbauerMittelfeld (Zentrales Mittelfeld)FC Bayern München11.09.194564
Helmut HallerMittelfeld (Offensives Mittelfeld)FC Bologna21.07.193956
Max LorenzMittelfeld (Offensives Mittelfeld)Werder Bremen19.08.193900
Wolfgang OverathMittelfeld (Offensives Mittelfeld)1. FC Köln29.09.194360
Albert BrüllsSturm (Außenstürmer)Brescia Calcio26.03.193720
Lothar EmmerichSturm (Außenstürmer)Borussia Dortmund29.11.194141
Jürgen GrabowskiSturm (Außenstürmer)Eintracht Frankfurt07.07.194400
Sigfried HeldSturm (Mittelstürmer)Borussia Dortmund07.08.194261
Heinz HornigSturm (Außenstürmer)1. FC Köln28.09.193700
Werner KrämerSturm (Außenstürmer)Meidericher SV26.04.193610
Uwe SeelerSturm (Mittelstürmer)Hamburger SV05.11.193662

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Mit welcher Aufstellung spielte Deutschland bei der WM 1966?

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England spielte Deutschland abwechselnd in einem 4-2-4 und einem 4-3-3 System. Als Torhüter war Hans Tilkowski gesetzt. Vor ihm verteidigte eine Viererkette, die zumeist mit Karl-Heinz Schnellinger, Wolfgang Weber, Willi Schulz und Horst-Dieter Höttges besetzt war. Im Mittelfeld agierten Franz Beckenbauer und Wolfgang Overath, unterstützt wurden sie manchmal von Helmut Haller. Vorzugsweise stürmten Uwe Seeler und Sigfried Held, ab und an spielten auch Lothar Emmerich und Albert Brülls im Angriff. Als Beispiel folgt die Aufstellung der deutschen Mannschaft beim Endspiel gegen England.

Deutsche Aufstellung (Finale, England vs. BR Deutschland, 4:2 n. V., 2:2)

Deutsches WM-Team 1966

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Gegen welche Teams spielte die deutsche Mannschaft bei der WM 1966?

Die DFB-Elf traf bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 zunächst in der Vorrunde auf die Schweiz (5:0), auf Argentinien (0:0) und auf Spanien (2:1). Im Viertelfinale gewann die deutsche Mannschaft dann mit 4:0 gegen Uruguay, anschließend bezwang sie im Halbfinale die Sowjetunion mit 2:1. Erst im Finale musste sich das Team von Trainer Helmut Schön dem Gastgeber aus England beugen (2:4). Es folgt eine Auflistung der deutschen Spiele:

BR Deutschland vs. Schweiz (5:0)

Gruppe B, 1. Spieltag

Tor(e): 1:0 Sigfried Held (15.), 2:0 Helmut Haller (21.), 3:0 Franz Beckenbauer (40.), 4:0 Franz Beckenbauer (52.), 5:0 Helmut Haller (77., Foulelfmeter)

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Datum/Ort: 12.7.1966, 20:30 Uhr (MEZ) in Sheffield (Hillsborough Stadium)

Zuschauer: 36.127

Schiedsrichter: Hugh Phillipps (Schottland)


BR Deutschland

Hans Tilkowski – Horst-Dieter Höttges, Willi Schulz, Wolfgang Weber, Karl-Heinz Schnellinger – Helmut Haller, Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath – Albert Brülls, Uwe Seeler (Kapitän), Sigfried Held

Trainer: Helmut Schön

Schweiz

Karl Elsener – André Grobéty, Heinz Schneiter (Kapitän), Ely Tacchella, Hansruedi Fuhrer – Heinz Bäni, Richard Dürr, Karl Odermatt – Robert Hosp, Fritz Künzli, Jean-Claude Schindelholz

Trainer: Alfredo Foni

Argentinien vs. BR Deutschland (0:0)

Gruppe B, 2. Spieltag

Tor(e): -

Platzverweis: José Albrecht (65., Foulspiel)

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Datum/Ort: 16.7.1966, 16:00 Uhr (MEZ) in Birmingham (Villa Park)

Zuschauer: 46.587

Schiedsrichter: Konstantin Zecevic (Jugoslawien)


Argentinien

Antonio Roma – Roberto Ferreiro, Roberto Perfumo, José Albrecht, Silvio Marzolini – Jorge Solari, Antonio Rattín (Kapitän), Alberto González – Ermindo Onega, Luis Artime, Óscar Mas

Trainer: Juan Carlos Lorenzo

BR Deutschland

Hans Tilkowski – Horst-Dieter Höttges, Willi Schulz, Wolfgang Weber, Karl-Heinz Schnellinger – Helmut Haller, Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath – Albert Brülls, Uwe Seeler (Kapitän), Sigfried Held

Trainer: Helmut Schön

BR Deutschland vs. Spanien (2:1)

Gruppe B, 3. Spieltag

Tor(e): 0:1 Josep Fusté (23.), 1:1 Lothar Emmerich (39.), 2:1 Uwe Seeler (83.)

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Datum/Ort: 20.7.1966, 20:30 Uhr (MEZ) in Birmingham (Villa Park)

Zuschauer: 42.187

Schiedsrichter: Armando Marques (Brasilien)


BR Deutschland

Hans Tilkowski – Horst-Dieter Höttges, Willi Schulz, Wolfgang Weber, Karl-Heinz Schnellinger – Eia Krämer, Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath – Sigfried Held, Uwe Seeler (Kapitän), Lothar Emmerich

Trainer: Helmut Schön

Spanien

José Ángel Iribar – Manuel Sanchís, Francisco Gallego, Ignacio Zoco (Kapitän), Severino Reija – Jesús Glaría, Josep Fusté – Amancio, Abelardo, Marcelino, Carlos Lapetra

Trainer: José Villalonga

BR Deutschland vs. Uruguay (4:0)

Viertelfinale

Tor(e): 1:0 Helmut Haller (11.), 2:0 Franz Beckenbauer (70.), 3:0 Uwe Seeler (75.), 4:0 Helmut Haller (83.)

Details

Datum/Ort: 23.7.1966, 16:00 Uhr (MEZ) in Sheffield (Hillsborough-Stadion)

Zuschauer: 40.007

Schiedsrichter: Jim Finney (England)


BR Deutschland

Hans Tilkowski – Horst-Dieter Höttges, Willi Schulz, Wolfgang Weber, Karl-Heinz Schnellinger – Helmut Haller, Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath – Sigfried Held, Uwe Seeler (Kapitän), Lothar Emmerich

Trainer: Helmut Schön

Uruguay

Ladislao Mazurkiewicz – Luis Ubiña, Horacio Troche (Kapitän), Jorge Manicera, Omar Caetano – Héctor Salvá, Néstor Gonçalves, Héctor Silva – Julio Cortés, Pedro Rocha, Domingo Pérez

Trainer: Ondino Viera

BR Deutschland vs. Sowjetunion (0:0)

Halbfinale

Tor(e): 1:0 Helmut Haller (43.), 2:0 Franz Beckenbauer (68.), 2:1 Waleri Porkujan (88.)

Verwarnungen: Franz Beckenbauer, Waleri Woronin

Platzverweis: Igor Tschislenko (44.)

Details

Datum/Ort: 25.7.1966, 20:30 Uhr (MEZ) in Liverpool (Goodison Park)

Zuschauer: 38.273

Schiedsrichter: Concetto Lo Bello (Italien)


BR Deutschland

Hans Tilkowski – Friedel Lutz, Willi Schulz, Wolfgang Weber, Karl-Heinz Schnellinger – Helmut Haller, Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath – Sigfried Held, Uwe Seeler (Kapitän), Lothar Emmerich

Trainer: Helmut Schön

Sowjetunion

Lew Jaschin – Wladimir Ponomarjow, Albert Schesternjow (Kapitän), Waleri Woronin, Wassili Danilow – József Szabó, Galimsjan Chussainow – Igor Tschislenko, Anatoli Banischewski, Eduard Malofejew, Waleri Porkujan

Trainer: Nikolai Morosow

England vs. BR Deutschland (4:2 n. V., 2:2)

Finale

Tor(e): 0:1 Helmut Haller (12.), 1:1 Geoff Hurst (18.), 2:1 Martin Peters (78.), 2:2 Wolfgang Weber (90.), 3:2 Geoff Hurst (101.), 4:2 Geoff Hurst (120.)

Details

Datum/Ort: 30.7.1966, 16 Uhr (MEZ) in London (Wembley-Stadion)

Zuschauer: 96.924

Schiedsrichter: Gottfried Dienst (Schweiz)


England

Gordon Banks – George Cohen, Jack Charlton, Bobby Moore (Kapitän), Ray Wilson – Nobby Stiles, Bobby Charlton, Martin Peters – Alan Ball, Geoff Hurst, Roger Hunt

Trainer: Alf Ramsey

BR Deutschland

Hans Tilkowski – Horst-Dieter Höttges, Willi Schulz, Wolfgang Weber, Karl-Heinz Schnellinger – Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath – Helmut Haller, Uwe Seeler (Kapitän), Sigfried Held, Lothar Emmerich

Trainer: Helmut Schön

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Wer waren die deutschen Torschützen bei der WM 1970?

Die deutsche Mannschaft erzielte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England insgesamt 15 Treffer. Top-Torjäger der DFB-Elf war Helmut Haller mit sechs Toren in fünf Partien. Ebenfalls erfolgreich waren u. a. Franz Beckenbauer (vier Tore in sechs Spielen) und Uwe Seeler (zwei Tore in sechs Spielen). Es folgt eine Auflistung aller deutschen Torschützen:

SpielerDamaliger VereinSpieleToreTore erzielt in Partie:
Helmut HallerFC Bologna56BR Deutschland vs. Schweiz (Vorrunde, Gruppe B, Endstand 5:0)
2:0 (21.)
5:0 (77., Foulelfmeter)
BR Deutschland vs. Uruguay (Viertelfinale, Endstand: 4:0)
1:0 (11.)
4:0 (83.)
BR Deutschland vs. Sowjetunion (Halbfinale, Endstand: 2:1)
1:0 (43.)
England vs. BR Deutschland (Finale, Endstand: 4:2)
0:1 (12.)
Franz BeckenbauerFC Bayern München64BR Deutschland vs. Schweiz (Vorrunde, Gruppe B, Endstand 5:0)
3:0 (40.)
4:0 (52.)
BR Deutschland vs. Uruguay (Viertelfinale, Endstand: 4:0)
2:0 (70.)
BR Deutschland vs. Sowjetunion (Halbfinale, Endstand: 2:1)
2:0 (68.)
Uwe SeelerHamburger SV62BR Deutschland vs. Spanien (Vorrunde, Gruppe B, Endstand: 2:1)
2:1 (83.)
BR Deutschland vs. Uruguay (Viertelfinale, Endstand: 4:0)
3:0 (75.)
Lothar EmmerichBorussia Dortmund41BR Deutschland vs. Spanien (Vorrunde, Gruppe B, Endstand: 2:1)
1:1 (39.)
Sigfried HeldBorussia Dortmund61BR Deutschland vs. Schweiz (Vorrunde, Gruppe B, Endstand 5:0)
1:0 (15.)
Wolfgang Weber1.FC Köln61England vs. BR Deutschland (Finale, Endstand: 4:2)
2:2 (90.)

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