WM 1938 in Frankreich

Die WM 1938 in Frankreich war die letzte WM vor dem zweiten Weltkrieg. Weltmeister wurde erneut Italien (nach 1934). Die Squadra Azzurra ist damit, neben Brasilien (1962), der einzige Titelverteidiger in der WM-Geschichte. Die deutsche Fußballnationalmannschaft, bestehend aus österreichischen und deutschen Kickern, schied bereits im Achtelfinale aus.

Allgemeines zur WM 1938

WM 1938 Statistik

AustragungsortFrankreich
WeltmeisterItalien
Abschneiden DeutschlandsAchtelfinale
Teilnehmer15
Partien18
Tore84
Tore (Ø)4,67
TorschützenkönigLeônidas da Silva (Brasilien)
7 Tore
Zuschauer483.000
Zuschauer (Ø)26.833

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Zusammenfassung WM 1938

Italien kann auch fair siegen – die Squadra Azzurra verteidigte als erste Mannschaft der WM-Geschichte den WM-Titel. Während bei der WM 1934 jedoch erhebliche Zweifel am italienischen Triumph laut wurden, gewann das Team von Vittorio Pozzo den WM-Pokal 1938 souverän und verdient.

Südamerikanische Proteste

Dabei profitierte Italien vom Ausbleiben der Südamerikaner. Aus Protest verweigerten Uruguay und Argentinien die Teilnahme. Schließlich hatte die FIFA eine faire Rotation des Austragungslandes zwischen Europa und Südamerika angekündigt. Nun aber rollte der Ball nach Italien 1934 erneut in Europa.

Ein Team sprengte die südamerikanische Phalanx – Brasilien. Die Seleção verfolgte ehrgeizige Pläne. Mit einer professionellen Vorbereitung und Stars wie Leônidas mauserte sich die Mannschaft von Trainer Adhemar Pimenta erstmals zu einem Titelaspiranten. Als Brasilien dann im Halbfinale gegen Italien ausschied, entlud sich der lateinamerikanische Ärger vor allem über dem Schweizer Schiedsrichter. Ein Elfmeter für Italien erhitzte die südamerikanischen Gemüter und drängte die sportlichen Fehler Brasiliens, wie beispielsweise die häufige Rotation der Mannschaft, in den Hintergrund. In der Tat setzte die FIFA bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 ausschließlich europäische Unparteiische ein. Im Anschluss an das Turnier drohte Brasilien daher gar mit dem Austritt aus der FIFA.

Politische Schatten

Eine andere Konfliktlinie verlief quer durch Europa selbst. Der Zweite Weltkrieg warf seine Schatten voraus. In Spanien herrschte der Bürgerkrieg zwischen Faschisten und Republikanern. Ebenso war auch das europäische Teilnehmerfeld der Weltmeisterschaft gespalten: einige Mannschaften kamen aus Demokratien, andere aus faschistischen bzw. autokratischen Regimen.

Was hat das mit Fußball zu tun? Die Spannungen zwischen den Nationen war greifbar. Die großdeutsche Mannschaft erlebte Pfiffe, Buhrufe sowie fliegende Eier und Tomaten als sie vor der Partie gegen die Schweiz zum Hitlergruß ansetzte. Eine klare Reaktion des Pariser Publikums auf Hitlers Großmachtstreben. In der Folge schied die deutsche Mannschaft tatsächlich in der ersten Runde aus, wobei die Gründe hierfür eher sportlicher bzw. sportpolitischer Natur waren.

Die blamable Niederlage gegen die Schweiz (2:4) hielt das Nazi-Regime jedoch nicht davon ab, die WM 1942 für Deutschland einzufordern. Infolge des deutschen Angriffskriegs erledigte sich die deutsche WM-Bewerbung allerdings von selbst.

Fußball unter Palmen?

Auch außerhalb Europas und Südamerikas fasste der Fußball Tritt. Niederländisch-Indien (das heutige Indonesien) und Kuba durften bei der dritten WM-Auflage mitkicken. Während Niederländisch-Indien sang- und klanglos mit 0:6 gegen Ungarn unterging, erreichte Kuba immerhin durch einen überraschenden 2:1-Erfolg gegen Rumänien das Viertelfinale.

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Wo und wann fand die WM 1938 statt?

Die dritte Fußball-Weltmeisterschaft wurde vom 4. bis 19. Juni 1938 in Frankreich ausgetragen. In 18 Partien traten 16 Mannschaften gegeneinander an. Gespielt wurde in den Stadien der Städte Antibes, Bordeaux, Colombes, Le Havre, Lille, Lyon, Marseille, Paris, Reims, Straßburg und Toulouse.

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Welche Mannschaften nahmen an der WM 1938 teil?

An der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich nahmen insgesamt 15 Mannschaften teil. Eigentlich gab es 16 Startplätze – Österreich zog jedoch seine Teilnahme kurzfristig zurück, nachdem im Frühjahr 1938 der Anschluss an das Deutsche Reich erfolgt war. Von den Teams kamen zwölf aus Europa, eines aus Asien, eines aus Nord- und Mittelamerika sowie eines aus Südamerika. Hier kann eine Liste der Teilnehmerländer eingesehen werden.

Europa (12 Teams)

  • Belgien
  • Deutsches Reich
  • Frankreich
  • Italien
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Polen
  • Rumänien
  • Schweden
  • Schweiz
  • Tschechoslowakei
  • Ungarn

Asien (1 Team)

  • Niederländisch-Indien

Nord-, Mittelamerika und Karibik (1 Team)

  • Kuba

Südamerika (1 Team)

  • Brasilien

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Welche Mannschaft gewann die WM 1938?

Bei der dritten Auflage der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich holte Italien zum zweiten Mal (nach 1934) den Titel. Dabei bezwang die Squadra Azzurra Norwegen (2:1), Frankreich (3:1), Brasilien (2:1) und Ungarn (4:2).

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Welche Spiele wurden bei der WM 1938 ausgetragen?

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich wurden insgesamt 19 Spiele im K.O.-Modus ausgetragen. Mit Brasilien, dem Deutschen Reich, Frankreich, Italien, Österreich, Kuba, Tschechoslowakei und Ungarn waren im Achtelfinale (wie bei der WM 1934) erneut acht Mannschaften gesetzt. Diese Teams erhielten einen Gegner aus dem Pool der nicht gesetzten Mannschaften (Belgien, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Niederländisch-Indien). Bei einem Unentschieden nach 90 Minuten Spielzeit und einer Verlängerung von 30 Minuten wurde ein Wiederholungsspiel angesetzt.

Da Österreich im März 1938 in das Deutsche Reich eingegliedert (Anschluss) worden war, trat es kurzfristig nicht als eigenständige Mannschaft bei der WM an. Das geplante Spiel gegen Schweden wurde als kampfloser Sieg für die Nordeuropäer gewertet. Hier kann eine Liste der Spielpaarungen eingesehen werden:

WM 1938 – Spiele & Ergebnisse

Achtelfinale
  • Italien vs. Norwegen (2:1)
  • Frankreich vs. Belgien (3:1)
  • Tschechoslowakei vs. Niederlande (3:0 n. V., 0:0)
  • Brasilien vs. Polen (6:5 n. V., 4:4)
  • Kuba vs. Rumänien (3:3 n. V., 2:2)
  • Österreich vs. Schweden (kampfloser Sieg für Schweden)
  • Schweiz vs. Deutsches Reich (1:1 n. V., 1:1)
  • Ungarn vs. Niederländisch-Indien (6:0)
  • Wiederholungsspiel: Kuba vs. Rumänien (2:1)
  • Wiederholungsspiel: Deutsches Reich vs. Schweiz (2:4)
Viertelfinale
  • Italien vs. Frankreich (3:1)
  • Brasilien vs. Tschechoslowakei (1:1 n. V., 1:1)
  • Kuba vs. Schweden (0:8)
  • Ungarn vs. Schweiz (2:0)
  • Wiederholungsspiel: Brasilien vs. Tschechoslowakei (2:1)
Halbfinale
  • Italien vs. Brasilien (2:1)
  • Ungarn vs. Schweden (5:1)
Spiel um Platz Drei
  • Brasilien vs. Schweden (4:2)
Finale
  • Italien vs. Schweden (4:2)

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Wer schoss bei der WM 1938 die meisten Tore?

Top-Torjäger der Fußball Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich wurde der Brasilianer Leônidas da Silva mit sieben Toren in vier Partien. Auf Rang Zwei landete der Ungar Gyulla Zsengellér mit sechs Toren in vier Spielen; der dritte Platz ging an Silvio Piola aus Italien mit fünf Toren in vier Spielen. Es folgt eine Auflistung der elf erfolgreichsten Torschützen:

RangSpieler (Mannschaft)SpieleToreTore pro Spiel
1.Leônidas da Silva (Brasilien)471,75
2.Gyulla Zsengellér (Ungarn)461,5
3.Silvio Piola (Italien)451,25
4.Ernst Willimowski (Polen)144
5.Gustav Wetterström (Schweden)231,5
6.Györgi Sárosi (Ungarn)441
André Abegglen (Schweiz)331
Harry Andersson (Schweden)331
Arne Nyberg (Schweden)331
10.José Perácio (Brasilien)430,75
Romeu Pellicciari (Brasilien)430,75

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Wer war der beste Spieler der WM 1938?

Star der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich war Leônidas. Der brasilianische Topstürmer erzielte sieben Turniertreffer und galt als das Fußball-Idol Südamerikas. Dass es für die favorisierten Brasilianer nur zum dritten Platz reichte, führten bereits zeitgenössische Beobachter auf die kuriose Entscheidung des Trainers Ademar Pimenta zurück, Leônidas im Halbfinale gegen Italien zu schonen. Ohne ihren Topstar verlor die Seleçao prompt mit 1:2 gegen den späteren Weltmeister.

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Deutsche Fußball­nationalmannschaft

Wie schnitt die deutsche Mannschaft bei der WM 1938 ab?

Das Team des Deutschen Reiches kam bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 nicht über die erste Runde, das Achtelfinale, hinaus. Auf dem Papier standen die Chancen für das deutsche Team nicht schlecht: Österreich war damals eine der führenden Fußballnationen, da das Land schon 1924 eine Profiliga eingeführt hatte. Die deutsche Mannschaft bestand zwar aus Amateur-Fußballern, aber ihr war 1934 mit dem Dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Italien ein internationaler Achtungserfolg geglückt.

Das Scheitern großdeutscher Fußballexperimente

Die erzwungene Zusammenführung der zwei Mannschaften durch die Nationalsozialisten scheiterte jedoch nach allen Regeln der Kunst. Bereits nach zwei Spielen gegen die Schweiz war Schluss. Reichstrainer Sepp Herberger war einerseits nur wenig Zeit (von April bis Juni) geblieben, die unterschiedlichen Spielsysteme und Charaktere der Fußballer zu einer einheitlichen Mannschaft zu formen. Andererseits zeigte sich bei den zwei Achtelfinal-Spielen gegen die Eidgenossen (1:1, 2:4 im Wiederholungsspiel) die politische Großwetterlage. In Unmut über die nationalsozialistische Expansionspolitik feindete das Pariser Publikum die deutsche Mannschaft regelrecht an: die Zuschauer warfen u. a. Eier und Tomaten aufs Spielfeld als die deutschen Spieler die Arme zum Hitlergruß reckten. Nie wieder schnitt eine deutsche Mannschaft so schlecht bei einer WM ab wie beim großdeutschen Fußballexperiment.

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Wer stand im deutschen Kader bei der WM 1938?

Die deutsche Aufstellung bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich wurde von den politischen Vorgaben der NS-Führung bestimmt. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Frühjahr 1938, oblag es Reichstrainer Sepp Herberger schnellstmöglich eine paritätisch besetzte, schlagkräftige Truppe aus beiden Lagern zusammenzustellen.

Daraufhin trat die großdeutsche Mannschaft mit einem gemeinsamen Kader von 22 Spielern an. Davon kamen 13 Fußballer aus Deutschland und 9 aus Österreich. Auf dem Rasen sollten immer sechs deutsche und fünf österreichische Kicker (oder umgekehrt) agieren. Trainiert wurde die Mannschaft von Sepp Herberger (WM-Titel 1954). Der gebürtige Mannheimer war kurz vor der Weltmeisterschaft, durch den Rücktritt von Otto Nerz im Mai 1938, zum alleinigen Cheftrainer aufgestiegen war. Es folgt eine Auflistung des Kaders:

SpielerPositionDamaliger VereinGeburtstagSpieleTore
Fritz BuchlohTorwartVfB Speldorf26.11.190900
Hans JakobTorwartSSV Jahn Regensburg16.06.190800
Rudolf RaftlTorwartSK Rapid Wien07.02.191120
Ludwig GoldbrunnerVerteidigung (Mittelläufer)FC Bayern München05.03.190810
Paul JanesVerteidigung (Innenverteidiger)Fortuna Düsseldorf10.03.191220
Hans MockVerteidigung (Mittelläufer)FK Austria Wien09.12.190610
Reinhold MünzenbergVerteidigung (Innenverteidiger)Alemannia Aachen25.01.190900
Willibald SchmausVerteidigung (Innenverteidiger)First Vienna FC 189416.06.191210
Jakob StreitleVerteidigung (Innenverteidiger)FC Bayern München11.12.191610
Albin KitzingerMittelfeld (Außenläufer)1. FC Schweinfurt 0501.02.191210
Andreas KupferMittelfeld (Außenläufer)1. FC Schweinfurt 0507.05.191420
Stefan SkoumalMittelfeld (Außenläufer)SK Rapid Wien29.11.190910
Franz WagnerMittelfeld (Außenläufer)SK Rapid Wien23.09.191100
Josef GauchelSturm (Mittelstürmer)TuS Neuendorf11.09.191611
Rudolf GelleschSturm (Halbstürmer)FC Schalke 0401.05.191410
Wilhelm HahnemannSturm (Halbstürmer)SK Admira Wien14.04.191421
Ernst LehnerSturm (Außenstürmer)TSV Schwaben Augsburg07.11.191220
Leopold NeumerSturm (Außenstürmer)FK Austria Wien08.02.191910
Johann PesserSturm (Außenstürmer)SK Rapid Wien07.11.191110
Otto SifflingSturm (Halbstürmer)SV Waldhof Mannheim03.08.191200
Josef StrohSturm (Halbstürmer)FK Austria Wien05.03.191310
Fritz SzepanSturm (Halbstürmer)FC Schalke 0402.09.190710

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Mit welcher Aufstellung spielte Deutschland bei der WM 1938?

Insbesondere die Aufstellung der neu gebildeten großdeutschen Mannschaft war Gegenstand von Kontroversen vor der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich. Die Aufgabe von Reichstrainer Sepp Herberger bestand in der Vereinigung von zwei komplett gegensätzlichen Spielphilosophien. Während die deutsche Mannschaft seit 1934 im englischen WM-System spielte, Manndeckung betrieb und lange Bälle schlug, pflegte Österreich einen als Wiener Schule bekannt gewordenen offensiven Fußball, garniert mit Kurzpässen und Raumdeckung. Reichstrainer Sepp Herberger entschied sich schließlich für vergleichsweise defensive WM-System. Dabei formieren sich die Abwehrspieler und die Mittelläufer wie ein M, die Stürmer und Halbstürmer wie ein W – das System entspricht etwa einem 3-2-5.

Vor Torhüter Rudolf Raftl verteidigten Paul Janes und Jakob Streitle bzw. Wilibald Schmaus. Als zentraler Stopper komplettierte der Mittelläufer die Abwehrreihe: Diese Position hatten jeweils in einem Spiel Hans Mock und Ludwig Goldbrunner inne. Als Außenläufer agierten Andreas Kupfer und Stefan Skoumal bzw. Albin Kitzinger. Als Mittelstürmer wechselten sich Wilhelm Hahnemann und Joseph Gauchel ab. Die Halbstürmerpositionen wurden abwechselnd von Rudolf Gellesch, Fritz Szepan, Josef Stroh sowie Wilhelm Hahnemann besetzt. Als Außenstürmer war Ernst Lehner gesetzt, unterstützt wurde er von Johann Pesser bzw. Leopold Neumer. Als Beispiel folgt die deutsche Aufstellung im Wiederholungsspiel der Achtelfinalpartie gegen die Schweiz.

Deutsche Aufstellung (Achtelfinale, Deutsches Reich vs. Schweiz, Endstand: 2:4)

Deutsches WM-Team 1938
Deutsches WM-Team 1938

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Gegen welche Teams spielte Deutschland bei der WM 1938?

Das Deutsche Reich scheiterte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 bereits in der ersten Runde (Achtelfinale). Nach einem 1:1 (nach Verlängerung) gegen die Schweiz, siegte die Eidgenossenschaft im Wiederholungsspiel mit 4:2. Es folgt eine Auflistung der beiden deutschen Spiele:

Deutsches Reich vs. Schweiz (1:1 n. V.)

Achtelfinale

Tor(e): 1:0 Josef Gauchel (29.), 1:1 André Abegglen (43.)

Platzverweis: Johann Pesser (96.)

Details

Datum/Ort: 4.6.1938, 17 Uhr in Paris (Prinzenparkstadion)

Zuschauer: 27.152

Schiedsrichter: John Langenus (Belgien)


Deutsches Reich

Rudolf Raftl - Paul Janes - Willibald Schmaus - Andreas Kupfer - Johann Mock (Kapitän) - Albin Kitzinger - Ernst Lehner - Rudolf Gellesch - Josef Gauchel - Wilhelm Hahnemann - Johann Pesser

Trainer: Sepp Herberger

Schweiz

Willy Huber - Severino Minelli (Kapitän) - August Lehmann - Hermann Springer - Sirio Vernati - Ernest Lörtscher - Lauro Amadò - André Abegglen - Alfred Bickel - Eugène Walaschek - Georges Aeby

Trainer: Karl Rappan (Osterreich)

Deutsches Reich vs. Schweiz (2:4)

Achtelfinale (Wiederholungsspiel)

Tor(e): 1:0 Wilhelm Hahnemann (8.), 2:0 Ernest Lörtscher (22., Eigentor), 2:1 Eugène Walaschek (42.), 2:2 Alfred Bickel (64.), 2:3 André Abegglen (75.), 2:4 André Abegglen (78.)

Details

Datum/Ort: 9.6.1938, 18 Uhr in Paris (Prinzenparkstadion)

Zuschauer: 20.025

Schiedsrichter: Ivan Eklind (Schweden)


Deutsches Reich

Rudolf Raftl - Ludwig Goldbrunner - Paul Janes - Andreas Kupfer - Leopold Neumer - Stefan Skoumal - Wilhelm Hahnemann - Ernst Lehner - Josef Stroh - Fritz Szepan (Kapitän) - Jakob Streitle

Trainer: Sepp Herberger

Schweiz

Willy Huber - Sirio Vernati - Lauro Amadò - Hermann Springer - Eugène Walaschek - August Lehmann - Alfred Bickel - Ernest Lörtscher - Georges Aeby - André Abegglen - Severino Minelli (Kapitän)

Trainer: Karl Rappan (Österreich)

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Wer waren die deutschen Torschützen bei der WM 1938?

Die Mannschaft des Deutschen Reiches schoss bei ihren zwei Auftritten im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich insgesamt drei Tore. Im ersten Spiel gegen die Schweiz (1:1) erzielte der deutsche Josef Gauchel das einzige Tor. Bei der Niederlage im Wiederholungsspiel (2:4) traf der Österreicher Wilhelm Hahnemann zur 1:0-Führung. Das zweite und damit letzte deutsche Tor bei der WM 1938 war ein Eigentor des Schweizers Ernest Lörtscher. So gesehen war nicht nur der Kader paritätisch besetzt, sondern auch die Tore gleichermaßen auf deutsche und österreichische Spieler verteilt. Nach der 2:0-Führung gab das Team um Sepp Herberger das Spiel aus der Hand und schied mit 2:4 im Achtelfinale aus.

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