WM 1986 in Mexiko

Bei der WM 1986 kehrte die Fußball-Weltmeisterschaft erstmals an einen Austragungsort zurück. Die zweite WM in Mexiko (nach 1970) gehörte Diego Maradona. Mit Schlitzohrigkeit ("Hand Gottes") und hoher spielerischer Kunst zauberte der Mittelfeldregisseur Argentinien zum zweiten WM-Triumph (nach 1978). Deutschland wurde Vize-Weltmeister.

Allgemeines zur WM 1986

WM 1986 Statistik

AustragungsortMexiko
WeltmeisterArgentinien
Abschneiden DeutschlandsVize-Weltmeister
Teilnehmer24
Partien52
Tore132
Tore (Ø)2,54
TorschützenkönigGary Lineker (England)
6 Tore
Gelbe Karten133
Gelbe Karten (Ø)2,56
Rote Karten8
Rote Karten (Ø)0,15
Zuschauer2.407.431
Zuschauer (Ø)46.297

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Zusammenfassung WM 1986

Mit der WM 1986 kehrte die Fußball-Weltmeisterschaft erstmals an einen früheren Austragungsort zurück. Mexiko übernahm die Veranstaltung kurzfristig von Kolumbien, das sich außer Stande sah, die (gestiegenen) Anforderungen der FIFA in puncto WM-Stadien zu erfüllen.

Diego Maradona – Schlitzohr und Sololäufer

Das Turnier gehörte einem Spieler: Diego Armando Maradona. Mit seinen virtuosen Sololäufen und nicht zuletzt mit seinen fünf Turniertreffern hatte der Mittelfeldregisseur maßgeblichen Anteil am zweiten Titelgewinn der argentinischen Nationalmannschaft. Maradonas Repertoire umfasste in Mexiko auch zwei der legendärsten Tore in der Geschichte des Fußballs. Im Viertelfinale gegen England erzielte er zunächst das 1:0 unter Zuhilfenahme seiner Hand. Später behauptete er, der Treffer sei mithilfe der Hand Gottes zustande gekommen. Beeindruckender (und fairer) war aber sein zweiter Treffer. Nach einem 60-Meter-Sololauf, bei dem er sich an der gesamten englischen Hintermannschaft vorbei dribbelte, schob er zum 2:0 für Argentinien ein. Der Treffer wurde, nach einer Internetabstimmung der FIFA im Jahr 2002, zum Tor des 21. Jahrhunderts gekürt.

Wie der Suppenkasper Deutschland ins Finale führte

Im Finale traf die argentinische Elf schließlich auf die DFB-Auswahl, die sich mühevoll durch das Turnier geschleppt hatte; in der Vorrunde setzte es sogar eine 0:2-Niederlage gegen Dänemark. Deutschlands neuer Teamchef Franz Beckenbauer musste vor allen Dingen Querelen im Team ausmerzen. Während dies in der Auseinandersetzung zwischen Karl-Heinz Rummennigge und Toni Schumacher noch gelang, schickte er Ersatztorhüter Uli Stein schnurstracks nach Hause, nachdem dieser den Kaiser als Suppenkasper bezeichnet hatte. Nach einem glanzlosen Sieg im Elfmeterschießen gegen Gastgeber Mexiko im Viertelfinale, lieferte die DFB-Elf schließlich im Halbfinale gegen Frankreich (Endstand: 2:0) das erste überzeugende Spiel ab. Im Endspiel gelang es Lothar Matthäus zwar Maradona weitestgehend in Schach zu halten, dennoch siegte Argentinien mit 3:2.

Franco-brasilianischer Traumfußball

Mehr als nur Ergebnisfußball kam, abseits von den Finalteilnehmern, insbesondere von Frankreich und Brasilien. Das Viertelfinale der beiden Mannschaften war nicht nur eine besonders schöne Lehrstunde in Sachen Offensivfußball, sondern hielt mit Akteuren wie Alemao, Sócrates, Junior und Zico (Brasilien) sowie Michel Platini, Jean Tigana und Alain Giresse (Frankreich) auch absolute Weltklasse parat.

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Wo und wann fand die WM 1986 statt?

Die Fußball-Weltmeisterschaft 1986 wurde vom 31. Mai bis zum 29. Juni zum zweiten Mal (nach 1970) in Mexiko ausgetragen. Eigentlich war Kolumbien für die Ausrichtung der WM vorgesehen. Das Land sagte jedoch kurzfristig (aus Geldmangel) ab, womit Mexiko zum zweiten Mal als Gastgeber fungierte. An dem Turnier nahmen 24 Mannschaften teil, die in 52 Partien gegeneinander antraten. Gespielt wurde in den Stadien der Städte Guadalajara (Estadio Jalisco und Estadio Tres de Marzo), Irapuato, León, Mexiko-Stadt (Estadio Tecnológico und Estadio Universitario), Monterrey, Nezahualcóyotl, Puebla, Querétaro und Toluca.

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Welche Mannschaften nahmen an der WM 1986 teil?

An der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko nahmen insgesamt 24 Mannschaften teil. Davon kamen 14 aus dem europäischen, vier aus dem südamerikanischen, zwei aus dem afrikanischen, zwei aus dem asiatischen sowie ebenfalls zwei aus dem nord- und mittelamerikanischen Verband. Hier kann eine Liste der Teilnehmerländer eingesehen werden:

UEFA (Europa, 14 Teams)

  • Belgien
  • Bulgarien
  • Dänemark
  • BR Deutschland
  • England
  • Frankreich
  • Italien
  • Nordirland
  • Polen
  • Portugal
  • Sowjetunion

CONMEBOL (Südamerika, 4 Teams)

  • Argentinien
  • Brasilien
  • Paraguay
  • Uruguay

CAF (Afrika, 2 Teams)

  • Algerien
  • Marokko

AFC (Asien, 2 Teams)

  • Irak
  • Südkorea

CONCACAF (Nord-, Mittelamerika und Karibik, 2 Teams)

  • Kanada
  • Mexiko

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Welche Mannschaft gewann die WM 1986?

Weltmeister 1986 wurde Argentinien. Das Team um Diego Maradona holte sich in Mexiko durch einen 3:2-Erfolg im Finale gegen Deutschland den zweiten WM-Titel nach 1978.

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Welche Spiele wurden bei der WM 1986 ausgetragen?

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko wurden insgesamt 52 Spiele ausgetragen. In der Vorrunde kämpften zunächst 24 Teams in sechs Vierergruppen um den Einzug in die Finalrunde. Die Gruppenersten, die Gruppenzweiten sowie die vier besten Gruppendritten erreichten schließlich das Achtelfinale. Die restlichen Partien wurden im K.O.-Modus entschieden. Der komplette Spielplan kann hier eingesehen werden:

WM 1986 – Spiele & Ergebnisse

Vorrunde
Gruppe A
  • Bulgarien vs. Italien (1:1)
  • Argentinien vs. Südkorea (3:1)
  • Italien vs. Argentinien (1:1)
  • Südkorea vs. Bulgarien (1:1)
  • Südkorea vs. Italien (2:3)
  • Argentinien vs. Bulgarien (2:0)
PlatzMannschaftSpielePunkteTore
1.Argentinien35:16:2
2.Italien34:25:4
3.Bulgarien32:42:4
4.Südkorea31:54:7
Gruppe B
  • Belgien vs. Mexiko (1:2)
  • Paraguay vs. Irak (1:0)
  • Mexiko vs. Paraguay (1:1)
  • Irak vs. Belgien (1:2)
  • Irak vs. Mexiko (0:1)
  • Paraguay vs. Belgien (2:2)
PlatzMannschaftSpielePunkteTore
1.Mexiko35:14:2
2.Paraguay34:24:3
3.Belgien33:35:5
4.Irak30:61:4
Gruppe C
  • Kanada vs. Frankreich (0:1)
  • Sowjetunion vs. Ungarn (6:0)
  • Frankreich vs. Sowjetunion (1:1)
  • Ungarn vs. Kanada (2:0)
  • Frankreich vs. Ungarn (3:0)
  • Sowjetunion vs. Kanada (2:0)
PlatzMannschaftSpielePunkteTore
1.Sowjetunion35:19:1
2.Frankreich35:15:1
3.Ungarn32:42:9
4.Kanada30:60:5
Gruppe D
  • Spanien vs. Brasilien (0:1)
  • Algerien vs. Nordirland (1:1)
  • Brasilien vs. Algerien (1:0)
  • Nordirland vs. Spanien (1:2)
  • Nordirland vs. Brasilien (0:3)
  • Algerien vs. Spanien (0:3)
PlatzMannschaftSpielePunkteTore
1.Brasilien36:05:0
2.Spanien34:25:2
3.Nordirland31:52:6
4.Algerien31:51:5
Gruppe E
  • Uruguay vs. BR Deutschland (1:1)
  • Schottland vs. Dänemark (0:1)
  • BR Deutschland vs. Schottland (2:1)
  • Dänemark vs. Uruguay (6:1)
  • Dänemark vs. BR Deutschland (2:0)
  • Schottland vs. Uruguay (0:0)
PlatzMannschaftSpielePunkteTore
1.Dänemark36:09:1
2.BR Deutschland33:33:4
3.Uruguay32:42:7
4.Schottland31:51:3
Gruppe F
  • Marokko vs. Polen (0:0)
  • Portugal vs. England (1:0)
  • England vs. Marokko (0:0)
  • Polen vs. Portugal (1:0)
  • Portugal vs. Marokko (1:3)
  • England vs. Polen (3:0)
PlatzMannschaftSpielePunkteTore
1.Marokko34:23:1
2.England33:33:1
3.Polen33:31:3
4.Portugal32:42:4
Finalrunde
Achtelfinale
  • Brasilien vs. Polen (4:0)
  • Italien vs. Frankreich (0:2)
  • Marokko vs. BR Deutschland (0:1)
  • Mexiko vs. Bulgarien (2:0)
  • Argentinien vs. Uruguay (1:0)
  • England vs. Paraguay (3:0)
  • Sowjetunion vs. Belgien (3:4 n. V., 2:2)
  • Dänemark vs. Spanien (1:5)
Viertelfinale
  • Brasilien vs. Frankreich (3:4 i. E., 1:1 n. V., 1:1)
  • BR Deutschland vs. Mexiko (4:1 i. E., 0:0 )
  • Argentinien vs. England (2:1)
  • Spanien vs. Belgien (4:5 i. E., 1:1 n. V., 1:1)
Halbfinale
  • Frankreich vs. BR Deutschland (0:2)
  • Argentinien vs. Belgien (2:0)
Spiel um Platz Drei
  • Belgien vs. Frankreich (2:4 n. V., 2:2)
Finale
  • Argentinien vs. BR Deutschland (3:2)

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Wer schoss bei der WM 1986 die meisten Tore?

Gary Lineker erzielte sechs Treffer in fünf Partien und war damit der erfolgreichste Torschütze der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko. Mit Diego Maradona (Argentinien), Careca (Brasilien) und Emilio Butragueño (Spanien) reihten sich gleich drei Spieler mit jeweils fünf Toren hinter dem Engländer ein. Insgesamt fielen im Verlauf des Turniers 132 Tore in 52 Spielen (2,54 Tore pro Spiel). Es folgt eine Auflistung der zwölf erfolgreichsten Torschützen des Turniers:

RangSpieler (Mannschaft)SpieleToreTore pro Spiel
1Gary Lineker (England)561,2
2Emilio Butragueño (Spanien)551
Careca (Brasilien)551
4Diego Maradona (Argentinien)750,71
5Alessandro Altobelli (Italien)441
Igor Belanov (Sowjetunion)441
Preben Elkjaer-Larsen (Dänemark)441
8Jesper Olsen (Dänemark)430,75
9Rudi Völler (BR Deutschland)630,5
10Jan Ceulemans (Belgien)730,43
Nico Claesen (Belgien)730,43

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Wer war der beste Spieler bei der WM 1986?

Zum besten Spieler der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko wurde der Argentinier Diego Maradonna gewählt. Mit fünf Toren und fünf Torvorlagen hatte er einen entscheidenden Anteil am zweiten WM-Titel der Albiceleste.

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Was war das Maskottchen bei der WM 1986?

Das Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko hörte auf den Namen Pique. Es war in Form und Aussehen einer Chili-Schote nachempfunden und trug einen Schnurbart, Fußballschuhe sowie einen großen Sombrero. An seinem vermeintlich klischeehaften Aussehen entzündete sich in Mexiko eine Debatte über nationale Stereotype. Wie sein mexikanischer Vorgänger Juanito (WM 1978) brachte auch Pique nicht das erhoffte Glück – das mexikanische Team schied im Viertelfinale gegen Deutschland aus.

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Was war der offizielle Song der WM 1986?

Der offizielle FIFA-Song der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko war Hot, Hot, Hot. Der Interpret Arrow, mit bürgerlichem Namen Alphonsus Celestine Edmund Cassell, konnte mit dem Song zwar in den US- und in den UK-Charts landen, in Deutschland war ihm jedoch ein ähnlicher Erfolg nicht beschieden.

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Was war der offizielle Ball der WM 1986?

Der Azteca México stellte einen Quantensprung in der Geschichte der WM-Spielgeräte dar – zum ersten Mal kam bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko ein vollständig synthetischer Ball zum Einsatz. Dadurch konnte die Aufnahme von Feuchtigkeit vermieden werden, was den Einfluss von Regen und Feuchtigkeit, zumindest auf den Ball, minimierte. In der Gestaltung stachen besonders die Formen in den Triaden hervor, die an aztekische Mauern erinnern sollten.

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Was ist mit der Hand Gottes gemeint?

Die Hand Gottes bezieht sich auf das legendäre Tor von Diego Maradona zum 1:0 für Argentinien im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 gegen England (Endstand: 2:1 für Argentinien). Maradona hatte in der 51. Spielminute beim Kopfballduell mit dem englischen Torhüter Peter Shilton mit der Hand nachgeholfen und auf diese Weise das 1:0 erzielt. Hinterher gab er vor laufender Kamera an, das Tor sei das Ergebnis von „ein bisschen Maradonas Kopf und ein bisschen Hand Gottes“.

Dass die allgemeinen Reaktionen auf dieses irreguläre Tor eher mild ausfielen, hing vor allen Dingen mit dem zweiten Treffer vier Minuten später zusammen – niemand anderes als Diego Maradona vollendete, nach einem grandiosen Sololauf über 60 Meter und dem Austricksen von fünf Gegenspielern, zum 2:0 für Argentinien.

Der Begriff Hand Gottes hat sich daraufhin in der Fußballsprache für irreguläre, mit der Hand erzielte Tore eingebürgert.

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Warum fand die WM 1986 in Mexiko statt?

Für die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 war ursprünglich Kolumbien vorgesehen gewesen. Mit der Ausweitung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Mannschaften, stiegen allerdings auch die Anforderungen der FIFA auf 11 WM-Stadien für 40.000 Zuschauer und eine Arena für das Finale mit einer Kapazität von 80.000 Zuschauer an. Aus diesem Grund verzichtete der kolumbianische Verband im Jahr 1982 aus finanziellen Gründen auf die Ausrichtung der Weltmeisterschaft. Als Ersatzausrichter des Turniers hatten sich auch die USA und Kanada ins Spiel gebracht. Jedoch vertraute die FIFA Mexiko, weil hier bereits – durch die WM 1970 – zahlreiche (auf ihre Tauglichkeit überprüfte) Stadien zur Verfügung standen.

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Deutsche Fußball­nationalmannschaft (West)

Wie schnitt Deutschland bei der WM 1986 ab?

Die DFB-Elf erreichte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko das Endspiel, in dem sie sich der Mannschaft aus Argentinien mit 2:3 geschlagen geben musste. Trotz dieses Erfolgs war der Weg dorthin steinig verlaufen: dem deutschen Team gelang nur ein Sieg in der Vorrunde – das letzte Gruppenspiel gegen Dänemark ging sogar mit 0:2 verloren. Die deutsche Auswahl überzeugte erstmals im Halbfinale gegen Frankreich (2:0) und festigte somit ihren Ruf als Turniermannschaft.

Aber auch ohne Glanz sorgte die Mannschaft von Teamchef Franz Beckenbauer für Schlagzeilen: Der Ersatztorhüter Uli Stein bezeichnete den Kaiser, mit Bezug auf dessen Werbespots für die Firma Knorr aus den 1970er Jahren, als Suppenkasper und wurde dafür vom DFB nach Hause geschickt.

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Wer stand im Kader der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 1986?

Der Kader der DFB-Auswahl umfasste bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko 22 Spieler. Mit Toni Schumacher, Norbert Eder, Karlheinz Förster, Lothar Matthäus, Klaus Allofs und Karl-Heinz Rummenigge standen sechs Akteure in allen sieben Spielen mit deutscher Beteiligung auf dem Platz. Teamchef Franz Beckenbauer, der keine Trainer-Lizenz besaß, bekam Horst Köppel als Co-Trainer an seine Seite; Kapitän der Mannschaft war, wie bereits 1982, Karl-Heinz Rummenigge. Es folgt eine Auflistung des deutschen Kaders:

Spieler (Rückennummer)PositionDamaliger VereinGeburtstagSpieleTore
Eike Immel (22)TorwartBorussia Dortmund27.11.196000
Toni Schumacher (1)Torwart1. FC Köln06.03.195470
Uli Stein (12)TorwartHamburger SV23.10.195400
Klaus Augenthaler (15)Verteidigung (Libero)FC Bayern München26.09.195720
Thomas Berthold (14)Verteidigung (Außenverteidiger)Eintracht Frankfurt12.11.196460
Andreas Brehme (3)Verteidigung (Außenverteidiger)1. FC Kaiserslautern09.11.196051
Hans-Peter Briegel (2)Verteidigung (Außenverteidiger)Hellas Verona11.10.195560
Norbert Eder (6)Verteidigung (Außenverteidiger)FC Bayern München07.11.195570
Karlheinz Förster (4)Verteidigung (Innenverteidigung)VfB Stuttgart25.07.195870
Matthias Herget (5)Verteidigung (Libero)Bayer 05 Uerdingen14.11.195510
Ditmar Jakobs (17)Verteidigung (Libero)Hamburger SV28.08.195360
Karl Allgöwer (13)Zentrales MittelfeldVfB Stuttgart05.01.195700
Lothar Matthäus (8)Zentrales MittelfeldFC Bayern München21.03.196171
Wolfgang Rolff (21)Zentrales MittelfeldHamburger SV26.12.195920
Olaf Thon (16)Zentrales MittelfeldFC Schalke 0401.05.196600
Pierre Littbarski (7)Offensives Mittelfeld1. FC Köln16.04.196050
Felix Magath (10)Offensives MittelfeldHamburger SV26.07.195360
Uwe Rahn (18)Offensives MittelfeldBorussia Mönchengladbach21.05.196200
Klaus Allofs (19)Sturm (Mittelstürmer)1. FC Köln05.12.195672
Dieter Hoeneß (20)Sturm (Mittelstürmer)FC Bayern München07.01.195320
Karl-Heinz Rummenigge (11)Sturm (Mittelstürmer)Inter Mailand25.09.195571
Rudi Völler (9)Sturm (Mittelstürmer)Werder Bremen13.04.196063

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Mit welcher Aufstellung spielte Deutschland bei der WM 1986?

Die taktische Grundformation der DFB-Auswahl bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko entsprach einem 4-4-2 System. Vor Torwart Toni Schumacher kam Ditmar Jakobs als Libero zum Einsatz. Ansonsten bestand die Verteidigung aus einer Dreierkette, in der Karlheinz Förster gesetzt war. Neben ihm spielten abwechselnd Norbert Eder, Thomas Berthold, Andreas Brehme und Hans-Peter Briegel. Im zentralen und offensiven Mittelfeld agierten vor allen Dingen Felix Magath und Lothar Matthäus. Die Außenbahnen waren von Spiel zu Spiel unterschiedlich besetzt, manchmal kamen dort auch die nominellen Außenverteidiger Hans-Peter Briegel und Norbert Eder zum Einsatz. Im Sturm waren Karl-Heinz Rummenigge und Klaus Allofs gesetzt. Als Beispiel folgt die deutsche Aufstellung im Finale gegen Argentinien.

Deutsche Aufstellung (Finale, Argentinien vs. Deutschland, Endstand: 3:2)

Deutsches WM-Team 1986
Deutsches WM-Team 1986

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Gegen welche Teams spielte Deutschland bei der WM 1986?

Die deutsche Nationalmannschaft traf bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko in der Gruppe E der Vorrunde auf Uruguay (1:1), Schottland (2:1) und Dänemark (0:2). Im Achtelfinale bezwang die DFB-Auswahl Marokko mit 1:0, im Viertelfinale setzte sie sich gegen Mexiko mit 4:1 im Elfmeterschießen durch (0:0 n. V.). Das Halbfinale gewann das Team von Franz Beckenbauer mit 2:0 gegen Frankreich, bevor dann das Endspiel mit 2:3 gegen Argentinien verloren ging. Es folgt eine Auflistung der Partien mit deutscher Beteiligung:

BR Deutschland vs. Uruguay (1:1)

Gruppe E, 1. Spieltag

Tor(e): Tore: 0:1 Antonio lzamendi (4.), 1:1 Klaus Allofs (84.)

Gelbe Karte: Víctor Diogo (28.), Mario Saralegui (82.)

Details

Datum/Ort: 4.6.1986, 20:00 Uhr (MESZ) in Querétaro (Estadio La Corregidora)

Zuschauer: 30.500

Schiedsrichter: Vojtěch Christov (Tschechoslowakei)


BR Deutschland

Toni Schumacher (Kapitän) – Klaus Augenthaler – Thomas Berthold, Karlheinz Förster – Lothar Matthäus (71. Karl-Heinz Rummenigge), Norbert Eder, Felix Magath, Hans-Peter Briegel, Andreas Brehme (46. Pierre Littbarski) – Rudi Völler, Klaus Allofs

Franz Beckenbauer

Uruguay

Fernando Álvez – Eduardo Acevedo – Víctor Diogo, Nelson Gutiérrez, José Batista – Jorge Barrios (Kapitän, 56. Mario Saralegui), Miguel Bossio, Sergio Santín, Enzo Francescoli – Antonio Alzamendi (80. Venancio Ramos), Jorge da Silva

Trainer: Omar Borrás

BR Deutschland vs. Schottland (2:1)

Gruppe E, 2. Spieltag

Tor(e): 0:1 Gordon Strachan (18.), 1:1 Rudi Völler (22.), 2:1 Klaus Allofs (50.)

Gelbe Karte: Steve Archibald (30.), Eamonn Bannon (44.), Maurice Malpas (74.)

Details

Datum/Ort: 8.6.1986, 20:00 Uhr (MESZ) in Querétaro (Estadio La Corregidora)

Zuschauer: 30.000

Schiedsrichter: Ioan Igna (Rumänien)


BR Deutschland

oni Schumacher (Kapitän) – Klaus Augenthaler – Thomas Berthold, Karlheinz Förster, Hans-Peter Briegel (63. Ditmar Jakobs) – Lothar Matthäus, Norbert Eder, Felix Magath, Pierre Littbarski (76. Karl-Heinz Rummenigge) – Rudi Völler, Klaus Allofs

Teamchef: Franz Beckenbauer

Schottland

Jim Leighton – Richard Gough, Willie Miller, David Narey, Maurice Malpas – Gordon Strachan, Graeme Souness (Kapitän), Roy Aitken, Steve Nicol (60. Frank McAvennie) – Steve Archibald, Eamonn Bannon (74. Davie Cooper)

Trainer: Alex Ferguson

BR Deutschland vs. Dänemark (0:2)

Gruppe E, 3. Spieltag

Tor(e): 0:1 Jesper Olsen (43., Foulelfmeter), 0:2 John Eriksen (62.)

Gelbe Karte: Frank Arnesen (36.), Norbert Eder (48.), Ditmar Jakobs (51.)

Rote Karte: Frank Arnesen (88.)

Details

Datum/Ort: 13.6.1986, 20:00 Uhr (MESZ) in Querétaro (Estadio La Corregidora)

Zuschauer: 36.000

Schiedsrichter: Alexis Ponnet (Belgien)


BR Deutschland

Toni Schumacher (Kapitän) – Ditmar Jakobs – Thomas Berthold, Karlheinz Förster (71. Karl-Heinz Rummenigge), Andreas Brehme – Lothar Matthäus, Matthias Herget, Norbert Eder, Wolfgang Rolff (46. Pierre Littbarski) – Rudi Völler, Klaus Allofs

Teamchef: Franz Beckenbauer

Dänemark

Lars Høgh – Morten Olsen (Kapitän) – John Sivebæk, Søren Busk, Henrik Andersen – Frank Arnesen, Jan Mølby, Søren Lerby, Jesper Olsen (71. Allan Simonsen) – Preben Elkjær Larsen (45. John Eriksen), Michael Laudrup

Trainer: Sepp Piontek (BR Deutschland)

Marokko vs. BR Deutschland (0:1)

Achtelfinale

Tor(e): 0:1 Lothar Matthäus (88.)

Gelbe Karte: Abdelmajid Lamriss (29.), Labid Khalifa (65.)

Details

Datum/Ort: 17.6.1986, 0:00 Uhr (MESZ) in Monterrey (Estadio Universitario)

Zuschauer: 19.800

Schiedsrichter: Zoran Petrović (Jugoslawien)


Marokko

Badou Zaki (Kapitän) – Labid Khalifa, Norredine Bouyahyaoui, Lahcen Ouadani, Abdelmajid Lamriss – Mustafa el-Haddaoui, Abdelmajid Dolmy, Mohammed Timoumi, Abderrazak Khairi – Abdelkrim Krimau, Aziz Bouderbala

Trainer: José Faria (Brasilien)

BR Deutschland

Toni Schumacher – Ditmar Jakobs – Norbert Eder, Karlheinz Förster – Thomas Berthold, Lothar Matthäus, Felix Magath, Hans-Peter Briegel – Karl-Heinz Rummenigge (Kapitän), Rudi Völler (73. Pierre Littbarski), Klaus Allofs

Teamchef: Franz Beckenbauer

Mexiko vs. BR Deutschland (1:4 i. E., 0:0 n. V.)

Viertelfinale

Tor(e): -

Elfmeterschießen: 0:1 Klaus Allofs, 1:1 Manuel Negrete, 1:2 Andreas Brehme, Fernando Quirarte scheitert an Toni Schumacher, 1:3 Lothar Matthäus, Raúl Servín scheitert an Toni Schumacher, 1:4 Pierre Littbarski

Gelbe Karte: Javier Aguirre (20.), Klaus Allofs (27.), Fernando Quirarte (27.), Karlheinz Förster (56.), Carlos de los Cobos (75.), Raúl Servín (83.), Lothar Matthäus (86.), Hugo Sánchez (94.)

Rote Karte: Thomas Berthold (65.), Javier Aguirre (100.)

Details

Datum/Ort: 21.6.1986, 0:00 Uhr in Monterrey (Estadio Universitario)

Zuschauer: 41.700

Schiedsrichter: Jesús Díaz Palacio (Kolumbien)


Mexiko

Pablo Larios – Félix Cruz – Rafael Amador Flores (70. Francisco Javier Cruz), Fernando Quirarte, Raúl Servín – Carlos Muñoz, Javier Aguirre, Miguel España, Tomás Boy (Kapitän, 32. Carlos de los Cobos), Manuel Negrete – Hugo Sánchez

Bora Milutinović (Jugoslawien)

BR Deutschland

Toni Schumacher – Ditmar Jakobs – Norbert Eder (115. Pierre Littbarski), Karlheinz Förster – Thomas Berthold, Lothar Matthäus, Felix Magath, Hans-Peter Briegel, Andreas Brehme – Karl-Heinz Rummenigge (Kapitän, 58. Dieter Hoeneß), Klaus Allofs

Teamchef: Franz Beckenbauer

BR Deutschland vs. Frankreich (2:0)

Halbfinale

Tor(e): 1:0 Andreas Brehme (9.), 2:0 Rudi Völler (90.)

Gelbe Karte: Felix Magath (59.), Luis Fernández (89.)

Details

Datum/Ort: 25.6.1986, 20:00 Uhr (MESZ) in Guadalajara (Estadio Jalisco)

Zuschauer: 45.000

Schiedsrichter: Luigi Agnolin (Italien)


BR Deutschland

Toni Schumacher – Ditmar Jakobs – Andreas Brehme, Karlheinz Förster, Norbert Eder – Lothar Matthäus, Wolfgang Rolff, Felix Magath, Hans-Peter Briegel – Karl-Heinz Rummenigge (Kapitän, 57. Rudi Völler), Klaus Allofs

Teamchef: Franz Beckenbauer

Frankreich

Joël Bats – William Ayache, Patrick Battiston, Maxime Bossis, Manuel Amoros – Alain Giresse (72. Philippe Vercruysse), Jean Tigana, Michel Platini (Kapitän), Luis Fernández – Bruno Bellone (66. Daniel Xuereb), Yannick Stopyra

Trainer: Henri Michel

Argentinien vs. BR Deutschland (3:2)

Finale

Tor(e): 1:0 José Luis Brown (23.), 2:0 Jorge Valdano (56.), 2:1 Karl-Heinz Rummenigge (74.), 2:2 Rudi Völler (81.), 3:2 Jorge Burruchaga (84.)

Gelbe Karte: Diego Maradona (17.), Lothar Matthäus (21.), Hans-Peter Briegel (62.), Julio Olarticoechea (77.), Héctor Enrique (81.), Jorge Pumpido (85.)

Details

Datum/Ort: 29.6.1986, 20:00 Uhr (MESZ) in Mexiko-Stadt (Aztekenstadion)

Zuschauer: 114.600

Schiedsrichter: Romualdo Arppi Filho (Brasilien)


Argentinien

Nery Pumpido – José Luis Brown – José Luis Cuciuffo, Óscar Ruggeri, Julio Olarticoechea – Ricardo Giusti, Sergio Batista, Diego Maradona (Kapitän), Héctor Enrique – Jorge Burruchaga (90. Marcelo Trobbiani), Jorge Valdano

Trainer: Carlos Bilardo

BR Deutschland

Toni Schumacher – Ditmar Jakobs – Thomas Berthold, Karlheinz Förster, Hans-Peter Briegel – Felix Magath (62. Dieter Hoeneß), Lothar Matthäus, Norbert Eder, Andreas Brehme – Karl-Heinz Rummenigge (Kapitän), Klaus Allofs (46. Rudi Völler)

Teamchef: Franz Beckenbauer

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Wer waren die deutschen Torschützen bei der WM 1986?

Erfolgreichster Torschütze der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko war Rudi Völler mit drei Toren in sieben Spielen. Zweitbester Torjäger im Dress des DFB war Klaus Allofs mit zwei Treffern. Andreas Brehme, Lothar Matthäus und Karl-Heinz Rummenigge trafen jeweils ein Mal. Insgesamt schoss die deutsche Mannschaft bei der WM 1986 sieben Tore. Es folgt eine Auflistung der Torschützen:

NameDamaliger VereinSpieleToreTore erzielt in Partie:
Rudi Völler
SV Werder Bremen63BR Deutschland vs. Schottland (Vorrunde, Gruppe E, 2. Spieltag, Endstand: 2:1)
1:1 (23.)
BR Deutschland vs. Frankreich (Halbfinale, Endstand: 2:0)
2:0 (89.)
Argentinien vs. BR Deutschland
(Finale, Endstand: 3:2)

2:2 (82.)
Klaus Allofs1. FC Köln72Uruguay vs. BR Deutschland (Vorrunde, Gruppe E, 1. Spieltag, Endstand: 1:1)
1:1 Klaus Allofs (84.)
BR Deutschland vs. Schottland (Vorrunde, Gruppe E, 2. Spieltag, Endstand: 2:1)
2:1 (49.)
Andreas Brehme1. FC Kaiserslautern51BR Deutschland vs. Frankreich (Halbfinale, Endstand: 2:0)
1:0 (9.)
Lothar MatthäusFC Bayern München71BR Deutschland vs. Marokko (Achtelfinale, Endstand: 1:0)
1:0 (87.)
Karl-Heinz Rummenigge
Inter Mailand71Argentinien vs. BR Deutschland (Finale, Endstand: 3:2)
2:1 (74.)

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Welches Lied sang die deutsche Nationalmannschaft im Vorfeld der WM 1986?

Für die Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko nahm die deutsche Nationalmannschaft, gemeinsam mit dem österreichischen Sänger Peter Alexander, das Lied Mexico Mi Amor auf. Die LP mit 14 weiteren Songs war nur mäßig erfolgreich und landete auf Platz 138 der Album-Jahrescharts.

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